Bürstner Ixeo: Jetzt wird nur noch längs geschlafen

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Von Klaus H. Frank

Wenn Bürstner sein neues Programm vorstellt, dann sind darin meist auch dicke Überraschungen verpackt. So auch diesmal – und zwar gleich drei. Die Ankündigung, den vor etlichen Jahren aus dem Programm geworfenen Kastenwagen „City Car“ neu aufzulegen, war eine kleine Sensation. Heute besitze Bürstner die dafür notwendige Kompetenz, sagt Geschäftsführer Giovanni Marcon, der – die zweite Überraschung – nach nur 18 Monaten den Reisemobil- und Caravanhersteller aus Kehl schon wieder verlässt.

Das City Car ist ein kompaktes Reisemobil auf Basis des Fiat Ducato Kastenwagens und dank eines fast zwei Meter langen Querbetts plus vier Sitzplätzen voll tauglich für Urlaub und Alltag. Die 5,99 Meter lange Basisversion ist wendig und handlich und bietet mit drei Schlafplätzen selbst kleinen Familien perfekten Übernachtungskomfort und eine komplette Versorgung, zum Beispiel mit einem 100-Liter-Frischwassertank.

Die dritte Überraschung steckt in der neuen Generation des teilintegrierten Reisemobils Ixeo: Bis dato nämlich war das Hubbett, Markenzeichen und Alleinstellungsmerkmals des Ixeo, oberhalb der Sitzgruppe quer eingebaut. Nun wechselt es die Liege-Richtung und hängt längs unter der Decke. Von dort lässt es sich stufenlos und elektrisch bis auf eine Höhe von etwa 65 Zentimeter über dem Fußboden absenken. Der Einstieg ist somit vom Fußende her vollkommen mühelos, eine Leiter überflüssig. Besonders praktisch: Die Länge des Hubbetts (1,38 Meter breit) ist nicht mehr von der Fahrzeugbreite abhängig und bietet nun sogar Platz für den gern zitierten Zweimeter-Mann. Weniger praktisch: Vor dem Absenken des Betts müssen die Cockpitsitze gedreht und deren Lehnen umgelegt werden.

Das Hubbett kann in zwei verschiedenen Stellungen positioniert werden, damit auch die unteren Möbel zu einer Liegefläche umgebaut werden können. In der oberen Position besteht kein Grund für Platzangst, denn es ist immer noch ausreichend Kopffreiheit vorhanden. Der Grund: Die Liegefläche passt präzise in den Ausschnitt des sogenannten Cappuccino (Dachbereich über dem Fahrerhaus), dessen Galerie für Lektüre, Brille oder einen Schlummertrunk als sichere Ablage dient.

Blickten Ixeo-Besitzer an heißen Sommertagen mit großer Skepsis auf sich auftürmende Cumulus-Wolken am Himmel, so kann dieses bedrohliche Gewitter-Szenario heutzutage niemand mehr schrecken. Der neue Ixeo nämlich hat, wie alle anderen Bürstner-Reisemobile auch, ein hagelfestes GfK-Dach. Golfball-artige Dellen auf dem Dach des Reisemobils gehören damit der Vergangenheit an. Und wer sein rollendes Heim auch im Winter nutzt, wird sich über den schlagfesten und salzresistenten GfK-Unterboden freuen. Positiver Nebeneffekt des Einsatzes von GfK-Material: die Fahrzeuge werden leichter und die Versicherung billiger.

Der neue Ixeo besitzt nun auch eine beheizbare Service Unit, ein von außen zugängliches Fach für alle Versorgungssysteme. Dazu zählt der Frischwasser-Einfüllstutzen, der 230-Volt-Anschluss, die Reinigungsöffnung des Frischwassertanks sowie dessen Entleerungsventile und die des Heißwasserboilers.

Neu ist auch der holzfreie Aufbau in sogenannter XPS-Technik. Es ist quasi eine Sandwich-Konstruktion, mit Glattblech außen und dem Isoliermaterial XPS (verrottungsresistenter und stabiler Hartschaum) innen. Er hält die Urlauber im Ixeo selbst in der kalten Jahreszeit kuschelig warm. So ist man bequem und komfortabel unterwegs, fühlt sich jedoch ganz wie zuhause. (autour24)

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