Opels Grandland X Ultimate erfüllt alle Wünsche – ultimativ

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Von Klaus H. Frank

Gerade mal ein halbes Jahr auf dem Markt, da schiebt Opel bei seinem Grandland X, ein beachtenswertes Update nach. Und warum so früh das Ganze? Nun, Opel-Chef Jürgen Keller hat eine einfache Antwort parat: „Wir haben zugehört“, sagt er und meint damit, dass Opel auf das Murren in der Kundschaft reagiert hat, die da meinte: Die bisherigen Motoren sind ganz einfach zu mickrig für das Flaggschiff der X-Modelle. Und: Grandland-Fahrer stehen auf ein Auto, das kaum Wünsche offen lässt, wenn es um die Ausstattung geht. Rund 75 Prozent der Kundschaft greife zum bestausgestatteten Fahrzeug, sagt Keller. Also warum nicht gleich eine neue Top-Version schaffen, bei der nahezu alles serienmäßig ist. Also entwickelte Opel den Grandland „Ultimate“, ein Fahrzeug, das wahrhaftig ultimativ alle Wünsche der Grandland-Fans befriedigen sollte.

Doch erst ein Wort zu den Triebwerken, die beim Grandland X allesamt aus den Regalen von Peugeot stammen, eine Marke der neuen französischen Mutter von Opel, mit den weiteren Familienmitgliedern Citroen und DS. Was die Franzosen dem Grandland X, Schwestermodell des Peugeot 3008, antriebstechnisch zur Verfügung stellten, war nicht mehr als biedere französische Hausmannskost, also alles andere als „haute cuisine“: Ein 1,2-Liter-Dreizylinder-Turbo-Benziner mit Direkteinspritzung  (130 PS, 230 Nm Drehmoment, 0-100 in 11,1 Sekunden, Spitze 188 km/h) und ein 1,6-Liter-Vierzylinder-Diesel mit 120 PS und 300 Nm bei 1750 U/min, (0-100 in 11,8 Sekunden, Spitze 189 km/h) waren einfach zu wenig für einen gestandenen SUV der Mittelklasse. Kombinierbar waren die beiden Triebwerke mit einem Sechsgang-Schaltgetriebe oder einer Sechsstufen-Automatik.

Jetzt aber hat Opel nochmal eine Schippe draufgelegt und dem Grandland X einen standesgemäßen Zweiliter-Top-Diesel mit 177 PS unter die Haube montiert. Ganz wichtig zu erwähnen: Der neue Diesel ist in die Schadstoffklasse 6d-TEMP eingestuft, womit für ihn das Thema Fahrverbote in Innenstädten abgehakt ist. Beim neuen Selbstzünder schiebt die Kraft von 400 Nm bei 2000 Touren ziemlich vehement an, sodass der Grandland X Ultimate den Sprint auf 100 in 9,1 Sekunden schafft und klaglos bis zu einer Spitze von 214 km/h kontinuierlich Druck macht. Dazu gibt’s für den Fronttriebler eine feine, serienmäßige Achtstufen-Automatik, die ganz hervorragend mit dem neuen starken Aggregat harmonisiert und die Gangwechsel so sanft ausführt, dass der Fahrer davon nicht das Leiseste spürt. Der Norm-Verbrauch von 4,9 Litern wird im realen Leben auf knapp sieben Liter steigen, wie wir bei ersten Testfahrten im spanischen Baskenland erfahren konnten.

Angesichts des nicht enden wollenden Winterwetters, wäre ein Allradantrieb durchaus erstrebenswert, aber da tut sich im Moment nichts bei Opel. Dafür aber gibt’s eine erweiterte elektronische Traktionskontrolle (Intelli-Grip) mit fünf verschiedenen Modi für Schnee, Matsch, Sand sowie trockene oder regennasse Straßen – und das hilft auch schon ganz ordentlich, wenn’s ungemütlich auf den Straßen wird. Ganz generell vermittelt das Fahrwerk einen angenehmen Kompromiss aus Komfort und Sportlichkeit, also eine Mischung aus französischem Charme und deutscher Geradlinigkeit. Bei der Ausstattung hat Opel seinen ultimativen Grandland X bis auf das Panorama-Glasdach (700 Euro Aufpreis) und ein paar Kinkerlitzchen komplett ausgestattet. Das heißt „Navi 5.0 IntelliLink“ mit 8-Zoll-Touchscreen-Farbdisplay, AGR-Sitze mit Sitzheizung auch hinten, adaptives AFL-LED-Licht, Online-Serviceassistent Onstar, 360-Grad-Kamera und automatischer Parkassistent, Denon-Premium-Soundsystem, Lederausstattung und Bicolor-Felgen sind immer serienmäßig an Bord des 4,48 Meter langen Crossovers, der platztechnisch mit einem geräumigen Innenraum und ebensolchen Gepäckraum (514 bis 1652 Liter) kaum Wünsche offen lässt. Auch der Pferdefreund wird zufrieden sein, denn er kann einen Hänger mit zwei Tonnen Anhängelast an den Haken nehmen. Wer einen abnehmbaren Haken mit Anhänger-Stabilitätsprogramm wünscht, muss allerdings 695 Euro drauflegen.

Wie heutzutage so üblich, herrscht kein Mangel an Assistenten, auch nicht beim Grandland X Ultimate: Kollisionswarner mit Notbremsfunktion, Fußgänger-, Müdigkeits- und Verkehrsschilderkennung, 360-Grad-Birdview-Kamera, Abstandstempomaten und weiteren Heinzelmännchen fährt der Grandland X absolut auf der Höhe der Zeit.

Mit all diesen vielen Goodies ist natürlich der Preis des Grandland X etwas nach oben geklettert. 42 610 Euro kostet der Grandland X als Ultimate-Version mit starkem Diesel und Achtgang-Automatik. Etwas günstiger bei etwas weniger Ausstattung aber der gleich starken Diesel-Motorisierung ist der Grandland X in der Version Innovation mit 37 320 Euro. (autour24/khf)

Technische Daten Opel Grandland X Ultimate 2.0 Diesel: L/B/H: 4,48m/1,91m/1,61m, Radstand: 2,68m. 4-Zylinder-Diesel, 1997 ccm, Turbolader, Direkteinspritzung, 130 kW / 177 PS bei 3750 U/min, max. Drehmoment: 400 Nm bei 2000 U/min. Höchstgeschwindigkeit: 214 km/h, Beschleunigung 0 auf 100 km/h: 9,1 Sek. 8-Stufen-Automatik, Normverbrauch: 4,9 – 4,8 Liter. Effizienzklasse: A. CO2-Emissionen: 128 -126 g/km (Euro 6). Leergewicht / Zuladung: min. 1575 kg / max. 515 kg. Kofferraumvolumen: 514 –1652 Liter. Anhängelast: 2000 kg, Wendekreis: 11,1 m, Bodenfreiheit: 188 mm. Basispreis: 42 610 Euro.

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