RETRO CLASSICS: Nach Nürnberg vom 21. bis 24. April in Stuttgart  

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Von Karl Seiler

Nach der RETRO CLASSICS ist vor der RETRO CLASSICS: Die fünfte Ausgabe der Nürnberger Messe für Fahrkultur mit dem Namenszusatz BAVARIA stand zwar im Dezember 2021 im Zeichen der Pandemie – Veranstalter, Aussteller und Besucher waren aber erleichtert, dass die traditionell letzte Oldtimer-Messe des Jahres nicht noch hatte abgesagt werden müssen.

Sicherheitshalber wurde aber jetzt wegen weiterhin unklarer Corona-Bedingungen die ursprünglich für Mitte März vorgesehene 21. Ausgabe der weltgrößten Messe für Fahrkultur um einige Wochen verschoben und findet nun vom 21. bis 24. April in der Messe Stuttgart statt. Die nächste RETRO CLASSICS BAVARIA® ist fest vom 1. bis 4. Dezember 2022 auf der Nürnberg Messe geplant.

„Zwar fiel die Teilnahme erwartungsgemäß etwas geringer aus, dafür zeigte sich das anwesende Publikum äußerst sachkundig, interessiert und durchaus kauffreudig“, betonte Karl Ulrich Herrmann, Geschäftsführender Gesellschafter der Stuttgarter RETRO Messen GmbH. „Es war es wichtig, dass die RETRO CLASSICS BAVARIA stattfand, da eine gut eingeführte Messe nicht zuletzt von ihrer Kontinuität lebt. Auch seitens der Nürnberg Messe gab es große Unterstützung“.

In vier Hallen präsentierte die fränkische Schwesterveranstaltung der Stuttgarter RETRO CLASSICS zum Saisonabschluss noch einmal die ganze Welt automobiler Klassiker: Oldtimer, Youngtimer, gesuchte Teile, hochwertiges Zubehör und Dienstleistungen rund ums klassische Automobil. Dabei erwiesen sich die NEO CLASSICS® erneut als zukunftsweisendes Marktsegment, aber auch die einstige Szene-Nische US-Cars verzeichnete eine wachsende Nachfrage.

Publikumsmagneten waren die durchgängig voll belegte SimRacing-Fläche, die einen Vorgeschmack auf die große SimRacing Expo 2022 in Nürnberg gab, sowie die gut besuchte Classicbid-Auktion am Messe-Samstag. Auch die mit hohem Sachverstand und viel Liebe zum Detail kuratierten Sonderschauen begeisterten die Besucher. Dr. Bernhard Knöchlein, Organisator der Sonderschau „65 Jahre 507 – BMW auf der IAA Frankfurt 1955“ versicherte: „Es ist uns in diesem Rahmen gelungen, etwas zu zeigen, dass man in absehbarer Zukunft so nicht mehr zu sehen bekommen wird.“

Viele Aussteller konnten den pandemiebedingt geringeren Besucherzahlen auch etwas Positives abgewinnen. „Das Ganze entwickelte sich überraschend positiv und es  kamen die richtigen Leute – nicht zuletzt zu unserer Sonderschau zum Mercedes G-Modell“, sagte Daniela Löhlein von der Hellen, Geschäftsführende Gesellschafterin des Autohauses Löhlein.  Auch Athanasios Liopiaris, Inhaber des Auto Centers Süd, lobte das Nürnberger Publikum: „Wir trafen auf Menschen, die wirklich Interesse hatten – keine Spaziergänger, sondern echte Autonarren.“

Christian Rühle von Rühle Motors lobte: „Gerade bei der jüngeren Generation stellen wir eine steigende Wertschätzung für amerikanische Fahrzeuge fest. Hier konnten wir wertvolle Aufklärungsarbeit leisten, damit sich der der US-Cars-Markt künftig weiterentwickelt.“ Für Nils Theobald von RPR Motors war der Messeauftritt in erster Linie eine Präsentation und „die hat sich definitiv gelohnt“.

Christian Silberhorn, Inhaber von Silberhorn Classics: „Wir waren zum fünften Mal hier auf der RETRO CLASSICS BAVARIA – heuer vor allem mit vielen Motorrädern und Mopeds aus Nürnberger Produktion. Für uns bietet die Messe jedenfalls eine ideale Präsentationsplattform – nicht zuletzt auch für unser Classics-Ausstellungshaus in Nürnberg-Fischbach, das als drittgrößte private BMW-Sammlung weltweit ab dem kommenden Frühjahr in zwei Geschossen auf 3.200 Quadratmetern knapp 90 Automobile und rund 220 Motorräder zeigt.

Die traditionell von Clubs genutzte Halle 4 war heuer auch etwas weniger bestückt, als sonst. Das Rotkreuz-Museum Nürnberg zeigte einen fast 50 Jahre alten Mercedes-Benz L408 G Kastenwagen als Rettungswagen im Original-Zustand neben einem BMW 520 (E 12) als Nachbau des ersten Notarzt-Einsatz-Fahrzeugs. Der 1. Automobilclub Neukirchen am Brand konzentrierte sich auf sportliche Opel-Modelle, die vor einem Opel Blitz Löschfahrzeug mit Vorbaupumpe standen. Die Schlepperfreunde Nürnberg die (privaten) „Eibacher Buldoggerer“ und die Oldtimerfreunde Zenngrund brachten neben zwei Dutzend Ackerschleppern auch den kettengetriebenen Gelenk-Geländewagen Sisu Nasu (=“Ferkel“) aus Finnland auf die Messe. (autour24/ks)

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