Garagen-Gold: Der Ford Capri fährt allen Oldtimern davon

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Die Oldtimer-Preise in Deutschland sind im Jahr 2020 leicht gestiegen. Der Deutsche Oldtimer-Index, den der Verband der Automobilindustrie (VDA) jährlich veröffentlicht, erreichte einen Punktestand von 2770. Das entspricht einem Zuwachs von 2,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Er lag damit im Bereich der Inflationsrate. Die Marktentwicklung stellt sich trotz der anhaltenden Pandemiesituation auch zum Stichtag 1. Januar 2021 unanfällig dar. Zwar haben sich einige Modelle deutlich stärker als der Gesamtmarkt entwickelt, das breite Mittelfeld der betrachteten Fahrzeuge zeigt jedoch nur geringe Wertänderungen.

In den Top Ten der Wertzuwächse finden sich gleich acht Fahrzeuge deutscher Hersteller (Betrachtungszeitraum 2017 bis einschließlich 2020). Dabei ist der Wert des Ford Capri I am deutlichsten gestiegen (plus 94,4 Prozent). Der VW Käfer ist gleich mit zwei Modellen aus verschiedenen Bauperioden in den Top Ten vertreten: Das Cabrio auf Rang 10 hat sich mit 27,5 Prozent zwar weniger stark, aber auf höherem Niveau entwickelt als das früher hergestellte Standardmodell, bei dem es einen Anstieg um 59,8 Prozent gab und das Platz 3 hinter dem Pontiac Firebird (plus 63,6 Prozent) belegt.

Die BMW-Baureihen 02 und CS haben sich ebenfalls deutlich entwickelt. Der Null-Zweier stieg um 53,8 Prozent, der CS um 53,5 Prozent. Es folgen zwei weitere VW-Modelle: Der Golf III, der sich noch früh in seiner Oldtimerentwicklung befindet, verzeichnet eine deutliche Wertentwicklung um 47,7 Prozent, das Nischenmodell VW 181 stieg um 37,4 Prozent im Wert. Ebenfalls mehr als 30 Prozent Zuwachs in den vergangenen vier Jahren verzeichnet der Trabant (plus 31,3 Prozent) auf Platz 9 hinter dem Peugeot 404 (plus 31,9 Prozent).

Am anderen Ende der Skala (Last Ten) finden sich – neben zwei Modellen, bei denen es keine Wertsteigerung gegeben hat – allerdings auch acht Modelle, deren Wert sich verringert hat. Mögliche Gründe sind eine geringere Nachfrage aufgrund des Alters und eine hohe Ausgangsbewertung.

Der Index gibt eine Trendaussage über die Wertentwicklung von Oldtimern in Deutschland. Die Fahrzeugwerte ermittelt der Bewertungsspezialist Classic-Analytics. Dafür werden 88 repräsentative Fahrzeuge ausgewählt und in Abhängigkeit von ihren Zulassungszahlen gewichtet. Fahrzeuge, die aufgrund ihrer Seltenheit oder ihrer Geschichte besonders teuer gehandelt werden, werden nicht berücksichtigt.

Es zeigt sich: Entscheidend sind eine differenzierte Betrachtung und Bewertung des Zustandes durch einen Experten. Die aktuelle Marktsituation stellt stabil dar. Drastische Preiseinbrüche oder gar Panikverkäufe seien nicht zu beobachten, so Classic-Analytics.

Der Deutsche Oldtimer-Index wird seit 1999 berechnet. Ausgehend von einem Basiswert von 1000 Punkten ist seither eine Wertsteigerung in Deutschland von 177 Prozent zu verzeichnen.(aum)

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