Der Marder verschont auch E-Autos nicht

Auch E-Autos sind für Marder interessant. Sie haben zwar keinen klassischen Motorraum, Elektrokabel und Gummimanschetten, die den Nagern gut schmecken, gibt es trotzdem reichlich. Im Falle eines Kurzschlusses können die Schäden besonders teuer werden, denn in den Kabeln von Elektroautos fließen deutlich höhere Spannungen als in konventionellen Autos.

Marder finden immer einen Weg ins Innere

Die Hersteller versuchen deshalb, Motorraum oder Elektrokabel so zu schützen, dass die Tiere schwer eindringen können. Das gelingt aber nur teilweise. „Steinmarder sind sehr anpassungsfähig. Es ist kaum möglich, ein Auto so abzuschotten, dass ein Marder nicht hineinfindet“, so Expertin Susann Parlow zur Zeitschrift Auto Straßenverkehr. Parlow forscht am Otterzentrum in Hankenbüttel darüber, was Marder an Autos anzieht und wie sie sich abschrecken lassen.

Bissschäden an den Kabeln sind besonders teuer

Werden die bei Mardern sehr beliebten Gummimanschetten beschädigt, kann das Fett entweichen, die Radaufhängung geht wegen höherer Reibung kaputt. „Gefährlicher und teurer sind allerdings bei Elektroautos die Bissschäden an den Kabeln“, heißt es in der Zeitschrift. Hochvoltkabel werden deshalb von den Herstellern so weit möglich besonders geschützt, etwa durch bissfestes Aramidgewebe, andere Kabel durch Wellschläuche aus Kunststoff.

Marder kann selbst Kurzschluss auslösen

Werden sie dennoch beschädigt, kann schon der Marder selbst einen Kurzschluss auslösen und beispielweise teure Schäden an Steuergeräten verursachen. Oder ein Kurzschluss entsteht bei einer Fahrt durch eine Wasserpfütze.

Deshalb sollten die Fahrer von Elektroautos ihre Kabelverbindungen so weit möglich im Blick behalten und bei Hinweisen auf Marderbefall sofort reagieren und das Auto checken lassen. (mid)

Kommentar verfassen