Für Audi-Chef Duesmann ist der batteriebetriebene Elektromotor der Antrieb der Zukunft beim Pkw, schreibt das Fachmagazin „Automobilwoche„. Beim autonomen Fahren kündigt er einen Schritt nach vorn an – und erklärt, warum Audi dabei so vorsichtig ist.
„Wir können den für den Antrieb nötigen Wasserstoff in den nächsten Jahrzehnten nicht in ausreichender Menge CO2-neutral produzieren. An Wasserstoff für den Einsatz im Auto glaube ich daher nicht“, sagte er der Wochenzeitung „Die Zeit“. „Die Lösung für den Pkw ist die Batterie.“
Der Audi-Chef fügte aber hinzu: „Die Welt ist groß, und Elektrifizierung ist nicht für jedes Land der Welt das richtige Mittel.“ Autofahrer „stellen sich viele Fragen: Wie weit komme ich? Wo kriege ich den Strom her? Wie lange hält die Batterie? Was mache ich, wenn ich in Urlaub fahre?“
Beim automatisierten Fahren dürfte es bei Audi 2024 einen großen Schritt geben, zitiert die „Automobilwoche. Der US-Konkurrent Tesla tue sich leichter, die damit verbundenen Risiken einzugehen. „Die Technologie haben auch wir, aber wir schalten sie noch nicht frei“, sagte Duesmann. „Wenn ein Audi-Modell gravierende Fehler machen würde, weil der Autopilot nicht verlässlich funktioniert, würden wir damit das ganze Unternehmen mit fast 90.000 Mitarbeitern gefährden. Deswegen sind wir so zurückhaltend.“
Toyota hingegen glaubt weiterhin an Wasserstoff und beginnt mit der Produktion der zweiten Generation des Mirai und erhöht gleichzeitig die Fertigungskapazitäten auf 30.000 Einheiten pro Jahr. Das vollständig neu entwickelte Modell soll dank eines optimiertes Brennstoffzellensystem und drei Wasserstofftanks mit insgesamt größerem Volumen ermöglichen eine bis zu 30 Prozent höhere Reichweite haben. Statt vier finden in der Limousine künftig fünf Personen Platz. (autour24)