Peugeots e-208 und e-2008: Ganz schön elektrisch, die Franzosen

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Von Heinrich Rohne

Peugeot kommt im Elektro-Segment richtig in Schwung. Mit dem kleinen e-208 sind die Franzosen bereits am Start und mit dem kompakten SUV e-2008 geht es nun weiter.

Aber blicken wir zunächst auf den flotten e-208. Peugeot zitiert mit dem neuen 208 an einigen Stellen den alten 205. Die Grafik der C-Säule etwa, oder die Form der hinteren Fenster weisen auf den Vorgänger hin. Der 205 war ein großer Erfolg, als GTi gehört er zu den Ikonen der Marke. Und jetzt macht er dank des 3D-i-Cockpit und der Elektroversion gleich vom Start weg wieder einiges anders als viele Konkurrenten. Optisch unterscheidet sich der e-208 von den Verbrennerversionen durch einen Grill in Karosseriefarbe, das Löwenemblem ändert je nach Blickwinkel die Farbe. Außerdem prangt am Heck der Schriftzug „e-208“, ein „e“-Emblem ist an den hintersten Dachsäulen angebracht.

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Außen ist der neue Peugeot 208 fünf Zentimeter länger und drei niedriger als sein Vorgänger. Die Abmessungen der Karosserie und das Raumangebot sind beim e-208 die gleichen wie bei den Verbrennern. Auch das Kofferraumvolumen mit mindestens 270 Litern ist identisch, da die Batterie im Fahrzeugboden untergebracht ist.

Der Akku besteht aus 18 Paketen mit je 12 Zellen und hat 50 kW Kapazität. Nach WLTP soll das für 340 Kilometer reichen. Der Elektromotor leistet 136 PS. Damit beschleunigt der kleine Elektriker in 8,1 Sekunden von null auf 100 km/h. Drei Fahrprogramme (Eco, Normal, Sport) und eine zweistufig einstellbare Rekuperation erlauben dem Fahrer, die Charakteristik des Antriebs und die Stärke der Energierückgewinnung beim Bremsen anzupassen. Und alles geht ganz einfach: Den Automatik-Schalthebel von D auf B umlegen und schon wird ordentlich gebremst und rekuperiert. Zudem kann der e-208 richtig schnell geladen werden: Wenn eine 100-kW-Säule bereit  steht, saugt sich der Akku in 30 Minuten von 20 auf 80 Prozent fast voll. Das entspricht einer Reichweite von 200 Kilometern.

Und was kostet der Elektro-Spaß? Mindestens 29.682 Euro müssen jetzt dank der 16 % Mehrwertsteuer nur auf den Tisch des Autohauses gelegt werden.

So ähnlich sieht die Elektro-Welt auch im e-2008 aus. Auch hier übernimmt ein E-Motor mit 136 PS und 260 Nm, gespeist von Lithium-Ionen-Zellen mit 50 kWh Kapazität, das Kommando. Das reicht dann in dem kompakten SUV für noch 320 Kilometer (WLTP), was in der Praxis auch zu schaffen ist. Die Aufladung läuft genauso schnell (an einer 100-kW-Säule) oder genauso langsam (an der Haushaltssteckdose) wie beim kleinen e-208.

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Zudem legt der Elektro-Peugeot bei vollem Leistungseinsatz einen sehr ordentlichen Sprint hin. Wie alle Stromer zaubert er einem in der Stadt schnell ein Lächeln auf die Lippen. Denn selbst GTI & Co. sehen blass aus, wenn der Löwe beim Ampelspurt mal die Krallen ausfährt.

Preislich bildet der e-2008 das obere Ende des Varianten-Spektrums der Baureihe. 34.361 Euro werden mindestens fällig, womit der Stromer auf dem Niveau des 155 PS starken Top-Benziners mit Top-Ausstattung liegt. Zieht man die Innovationsprämie ab (9.480 Euro brutto), sinkt das Investitionsniveau allerdings auf recht zivile 24.880 Euro. Und liegt damit nur noch knapp über dem Diesel-Niveau (24.272 Euro). Die Ausstattung ist schon in der Basisvariante „Active“ durchaus ordentlich, umfasst beispielsweise LED-Scheinwerfer, Klimaautomatik und ein schlüsselloses Startsystem. Peugeot geht davon aus, dass sich 40 Prozent der Kunden mit diesem Paket zufriedengeben. Der Rest teilt sich auf die drei höheren Levels (Allure, GT-Line und GT) auf. (autour24/hr)

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