Ford gibt Gas – oder besser: gibt Strom

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Von Klaus H. Frank

Ford gibt Gas – oder besser: gibt Strom. Die Kölner richten einen elektrisierenden Blick nach vorne und kündigen bis zum Ende des Jahres 2021 18 Modelle mit teil- oder vollelektrischem Antrieb an. Allein 14 davon wollen sie noch in diesem Jahr auf die Straße schicken.

Dabei reicht bereits heute die Palette vom mild-hybridisierten Kleinwagen Ford Fiesta und dem komplett neu entwickelten Ford Puma, über den neuen Ford Kuga und Mondeo Hybrid bis hin zum nagelneuen Explorer Plug-in-Hybrid sowie dem Transporter Transit Custom Plug-in-Hybrid. Heiß herbeigesehnt und mit den „Hufen scharrend“ wartet der neue Mustang Mach-E auf seinen Auftritt: Mit einer rein elektrischen WLTP-Reichweite bis zu 600 Kilometern ist das elektrische Pony das absolute Highlight bei den Ford-Stromern.

Mit dem Mustang Mach-E, einem 5-türigen Crossover SUV, präsentiert Ford erstmals eine rein elektrisch angetriebene Modellvariante. Sie wird von der gleichen Sehnsucht nach Freiheit, Fortschritt und famosen Fahrleistungen geprägt wie der legendäre Sportwagen, der 1964 auf den Markt kam. Der 4,71 Meter lange, 1,88 Meter breite und 1,60 Meter hohe Mustang Mach-E kommt wahlweise mit Heck- oder Allradantrieb (Dual-Elektromotor) sowie mit Standard Range- oder mit Extended-Range-Batterie an. Die Markteinführung ist für Ende 2020 geplant, die Preisliste startet bei 46.900 Euro. Zu einem späteren Zeitpunkt ist dann noch die besonders sportliche Topversion Mustang Mach-E GT mit einer Leistung von voraussichtlich 342 kW (465 PS) geplant.

Mag das Pony wohl das begehrteste Objekt der Begierde in der Ford-Palette sein, so ist die kleine Wildkatze Puma ein Fahrzeug, das aus rein finanziellen Gründen wohl eher die Gelüste der Ford-Fans erfüllen kann. Denn mit einem Einstiegspreis von 24 000 Euro ist der mit moderner Mild-Hybrid-Antriebstechnologie (48 Volt) ausgestattete Crossover wohl eher als realistischer Kauf einzuschätzen als der mindestens 46 900 Euro teure Mach E, der in der Topausführung stolze 66 800 Euro kostet.

Der komplett neu entwickelte Ford Puma ist ein 4,19 Meter langes, 1,55 Meter hohes und mit ausgeklappten Außenspiegeln 1,93 Meter breiter Crossover, der dank seinen schicken Designs im SUV-Stil sicher viele Freunde finden wird. Sehr angenehm ist die erhöhte Sitzposition, die einen guten Rundumblick über das Verkehrsgeschehen zulässt, während der clever gestaltete Gepäckraum fünf Mitfahrern ein Stauvolumen von bis zu Klassenbesten 456 Litern zur Verfügung stellt.

Gewaltig an Chic gewonnen hat der neue Kuga, der in dritter Generation deutlich gewachsen und zunächst mit vier unterschiedlichen Antriebskonzepten bestellbar ist. Das 5-türige SUV-Erfolgsmodell von Ford kommt mit einem konventionellen EcoBoost-Benziner mit 1,5 Liter Hubraum, einem 2,5 Liter großen Duratec-Benziner Plug-in-Hybrid (PHEV), einem konventionellen EcoBlue-Diesel wahlweise mit 1,5 oder mit 2,0 Liter Hubraum sowie einem 2,0 Liter großen EcoBlue Hybrid-Diesel mit 48-Volt-Technologie (mild-Hybrid, mHEV). Ferner ist ab Ende des Jahres auch eine Voll-Hybrid-Version (FHEV) bestellbar, basierend auf dem 2,5 Liter großen Duratec-Benziner (Atkinson-Zyklus). Der neue Kuga ist damit die erste Baureihe von Ford, die auch in drei elektrifizierten Versionen lieferbar ist: als EcoBlue Hybrid (48 Volt), als Plug-in-Hybrid-Variante und als Voll-Hybrid-Alternative.

Die Preise für den neuen Kuga starten bei 26 750 Euro für das Modell mit dem 1,5-Liter-Ecoboost-Motor mit 120 PS. Für den Plug-in-Kuga mit einer Systemleitung von 225 PS gibt Ford eine Reichweite von 56 Kilometern (maximale Geschwindigkeit 135 km/h) an. Ein durchaus realistischer WErt, wie wir bei ersten kurzen Testfahrten feststellen konnten. Der Plug-in-Kuga, der an einer normalen Haushalts-Steckdose in sechs Stunden geladen werden kann (an der Wallbox in in rund 3,5 Stunden), kostet 39 550 Euro.

Eine überaus stattliche Erscheinung ist der neue Explorer, das SUV-Top-Modell mit einer Systemleistung von 457 PS, dem Drehmoment von 825 Newtonmeter und mit einer elektrischen Reichweite von mehr als 40 Kilometern. Der Explorer (meistverkaufter SUV in den USA) überzeugt mit fortschrittlicher Plug-in-Hybrid-Technologie, sieben Sitzen, die selbst in der dritten Reihe noch sehr bequem sind, luxuriöser Serienausstattung, einem modernen 10-Gang-Automatikgetriebe, zahlreichen Fahrer-Assistenzsystemen und einer maximalen Anhängelast (gebremst) von 2500 Kilogramm. Die neue, sechste Explorer Generation ist in den beiden Ausstattungsversionen „ST-Line“ (ab 76.000 Euro) und „Platinum“ (ab 77.000 Euro) wählbar.

Die Elektrifizierung der Ford-Modelle hat jedoch auch oihre Schattenseiten. Sie bedeutet langfristig das „Aus“ für den Diesel (außer bei den Nutzfahrzeugen), dessen Abgasreinigung nach Euro 7 die Fahrzeuge so teuer machen würde wie die Plug-in-Varianten. Die Eliminierung der Selbstzünder ist deshalb eine durchaus verständliche Perspektive in Sachen Umwelt, obwohl eine endgültige Entscheidung noch nicht getroffen ist. (autour24)

 

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