Autonomes Fahren: BMW und Mercedes stoppen Kooperation

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Als „langfristige Entwicklungskooperation für automatisiertes Fahren“ wurde die geplante Teamarbeit von BMW und Mercedes vor knapp einem Jahr angekündigt. Jetzt gehen die zwei Branchenriesen wieder getrennte Wege – aber in aller Freundschaft.

Man lasse die Zusammenarbeit für die Entwicklung der nächsten Technologiegeneration im Bereich automatisiertes Fahren vorerst ruhen, heißt es aus München und Stuttgart. Die Unternehmen hätten sich „nach intensiver Prüfung und im besten partnerschaftlichen Einvernehmen darauf verständigt, sich auf ihre jeweils bestehenden Entwicklungspfade – auch mit den jeweiligen bestehenden oder neuen Partnern – zu fokussieren“.

Doch eine Zusammenarbeit zu einem späteren Zeitpunkt ist weiter möglich, das betonen beide Beteiligten. Die grundsätzliche Herangehensweise etwa in Bezug auf Sicherheit und Kundenutzen beider Häuser beim Thema automatisiertes Fahren passe unverändert gut zusammen.

Als Trennungsgrund geben die frisch Geschiedenen an, dass erst nach Vertragsunterschrift im Juli 2019 detaillierte Gespräche auf Expertenebene geführt und gemeinsam mit Lieferanten über Technologie-Roadmaps gesprochen worden sei. Dabei wäre klar geworden, „dass angesichts des hohen Aufwands für eine gemeinsame technologische Basis und vor dem Hintergrund der gesamtunternehmerischen und konjunkturellen Rahmenbedingungen derzeit der richtige Zeitpunkt für eine erfolgreiche Umsetzung der Kooperation nicht gegeben“ sei.

Die sonstige Zusammenarbeit solle fortgesetzt werden. So wurde 2015 mit Audi die Location- und Technologieplattform HERE erworben, die inzwischen über eine sehr breite und internationale Anteilseignerstruktur verfügt. Anfang 2019 haben die beiden Unternehmen auch ihre Mobilitätsdienste in einem Joint Venture unter dem Dach der NOW-Familie gebündelt. (mid)

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