Wie funktioniert Camping nach dem Lockdown

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In Zeiten der Corona-Krise zeichnet sich der Trend ab, die Ferien in Deutschland – vor allem beim Camping – zu verbringen. Derzeit sind in den meisten Bundesländern nur autarke Wohnmobile zugelassen, da die Sanitäranlagen vor Ort noch geschlossen bleiben. Das Wohnmobil sollte also über eine eigene Küche, WC, Dusche und Frisch- und Abwassertanks an Bord verfügen.

Auf Grund der steigenden Nachfrage bei begrenztem Kontingent rät die ADAC-Autovermietung zu Vorabreservierungen. Nicht nur das Wohnmobil sollte rechtzeitig gebucht, sondern auch geeignete Campingplätze sollten in jedem Fall vor Reiseantritt reserviert werden.

Der Automobilclub gibt Tipps für den Urlaub mit dem Wohnmobil:

1. Destination: Aufgrund der Hygiene-Vorschriften und der Abstandsregeln sind die Kapazitäten auf den deutschen Campingplätzen begrenzt. Bei Pincamp, dem Camping-Portal des ADAC, können sich Reisewillige grundsätzlich über die Lage vor Ort informieren.

2. Mietdauer: In der Regel sind Wohnmobile für Zeiträume ab einer Woche anmietbar. In der Nebensaison – insbesondere im Frühjahr und im Herbst – ist unter Umständen eine kürzere Mietdauer möglich. Für Langzeitmieter gibt es ab drei Wochen oft attraktive Sonderkonditionen.

3. Sicherheit: Wer zum ersten Mal ein Wohnmobil mietet, sollte sich mit den Fahrzeugdimensionen und dem Verhalten des Fahrzeugs vertraut machen.
Ganz wichtig: Fahren andere Großfahrzeuge neben einem Wohnmobil, entsteht ein gefährlicher Unterdruck, der beide Fahrzeuge zueinander hinziehen kann.

4. Geschwindigkeit: Mit einem Wohnmobil gilt der Grundsatz „Reisen statt rasen“. Eine Reisegeschwindigkeit zwischen 90 und 110 km/h schont Nerven und – dank des geringeren Verbrauchs – auch den Geldbeutel. Im Durchschnitt verbrauchen Wohnmobile 9 bis 14 Liter Diesel pro 100 Kilometer.

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5. Kinder: Miet-Wohnmobile verfügen in der Regel nicht über Kindersitze. Diese sollten am besten selbst mitgebracht und vor Ort eingebaut werden. Allerdings gehört eine Isofix-Verankerung bisher in Wohnmobilen noch nicht zum Branchen-Standard.

6. Fahrzeugauswahl: Im Idealfall sind im Wohnmobil feste Schlafplätze für jeden Mitfahrer vorhanden. Zwar kann man in der Regel den Tisch zu einem Bett umfunktionieren, auf Dauer ist das aber oft unbequem. Die Mitnahme von Fahrrädern ist meistens möglich, sofern die Fahrzeuge mit einem Fahrradträger ausgestattet sind. Für Fahrzeuge über 3,5 Tonnen rät der Automobilclub vor der Anmietung zu überprüfen, ob der eigene Führerschein dafür gültig ist. Die meisten Miet-Wohnmobile sind jedoch leichter als 3,5 Tonnen, somit genügt die Führerscheinklasse B. Die Mehrheit der Vermieter setzt ein Mindestalter von 21 Jahren voraus.

7. Einweisung: Für die Übergabe des Wohnmobils sollte genügend Zeit eingeplant werden. Es dauert zwischen 30 Minuten und einer Stunde, bis sich der Mieter mit der Bordtechnik, zum Beispiel mit Gas, Küche, Sanitär und Markise vertraut gemacht hat. Ein gewissenhafter Rundgang um das Fahrzeug, um vorhandene Schäden zu protokollieren und bestätigen zu lassen, ist laut empfehlenswert.

8. Packen: Das leichte Gepäck kann problemlos in den Oberschränken unter dem Dach verstaut werden. Schwere Ladung wie Getränke, Konserven und Tetrapacks sollten dagegen immer unten und am besten in Achsnähe gelagert werden, damit der Schwerpunkt des Fahrzeugs nicht beeinträchtigt wird. Das Gewicht der Zuladung summiert sich sehr schnell. Hier sollte auf den erlaubten Maximalwert geachtet werden.

9. Versicherungen: Neben der obligatorischen Haftpflichtversicherung kann zwischen Vollkasko- und Teilkasko (meist mit Selbstbeteiligung ab 1500 Euro) gewählt werden. Der Eigenanteil lässt sich mit einer optionalen Selbstbehaltsversicherung deutlich reduzieren.

10. Privatmiete: Wer sein Wohnmobil nicht von einem professionellen Vermieter, sondern von einer Privatperson mietet, muss darauf achten, dass es als Selbstfahrervermietfahrzeug zugelassen ist – sonst sind die Versicherungen im Schadenfall hinfällig. (ampnet/deg)

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