Er strahlt wieder: Der Bulli, der Renate heißt

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Am Anfang war „Renate“ ein junger Gebrauchter. 1965 war das, als der bei Volkswagen Horst Schönbach und seine Frau Renate einen Bulli kauften, der später auf ihren Namen getauft wurde. Das „Neunsitzer-Sondermodell“ (im Volksmund besser bekannt als „Samba-Bus“) leuchtete schon von weitem in der Zweifarblackierung beigegrau/siegellackrot.

Und dieser Bulli sollte noch lange bleiben. Genauer gesagt fünf Jahrzehnte und drei Generationen lang. Denn auch als die Familie auf die Eltern plus drei Kinder anwuchs, war das kein Problem. Der junge Vater Horst zeigte sich von seiner kreativen und geschickten Seite. So gab es ein Bett im Fahrerhaus für die Kleinste, ein Aufstelldach (das abgenommen werden konnte wie ein Dachträger) mit Bett für die beiden älteren Kinder und Campingmöbel im Innenraum. Davor noch ein Zelt und fertig war das 1.000 Sterne Hotel für die schönsten Plätze in Europa.

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Insgesamt fuhr die Familie über 280.000 Kilometer mit dem Bus. Er war immer zur Stelle, wenn es darum ging, ein praktisches Nutzfahrzeug zu sein. Egal, ob für den Transport von Steinen, Regalen oder als Fahrschulauto für den Nachwuchs. Auch für die schönsten Momente im Leben wurde der Bulli genutzt. Die beiden Töchter fuhren mit ihm zu ihren Hochzeiten.

Da alle drei Kinder aber keine Auto-Narren und im Gegensatz zu Vater Horst auch keine „Auto-Schrauber“ sind, tagt 2015 der Familienrat und entscheidet mit dem Fortschreiten einer schweren Erkrankung von Familienoberhaupt Horst, dass der Wagen nun in gute Hände kommen soll.

Mit Volkswagen Nutzfahrzeuge Oldtimer fand Familie Schönbach einen Käufer, bei dem sie das gute Gefühl hatten, dass der Wagen auch in Zukunft gepflegt wird. Trotzdem war es ein herzzerreißender Moment, als das Fahrzeug im Sommer 2015 dann schließlich abgeholt wurde. Aber man weiß bei so einem Abschied auch, dass man sich wieder sieht.

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So wie jetzt nach der Restaurierung. Die Familie rund um Renate Schönbach ist glücklich, dass der Bus bei VWNO in guten Händen ist und überzeugte sich von dem perfekten Zustand. „Schade, dass Horst 2018 von uns gegangen ist, er wäre sehr glücklich, seinen Bus so zu sehen“ sagte Renate Schönbach.

Und auch die jüngste Generation der Schönbachs kann sich freuen. Sollten sie eines Tages heiraten, werden sie natürlich auch wieder in dem traditionellen Hochzeitsauto der Familie Schönbach zur Trauung fahren können. Ehrensache. Aber zur Sicherheit wurde es auf den Wunsch einer Enkelin hin auch im Kaufvertrag vermerkt.  (mid)

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