Ob das mal gut geht: Neue Volvos dürfen nur noch „180“ laufen

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Mit der jetzt beginnenden Produktion der Fahrzeuge des Modelljahres 2021 werden alle neuen Volvo Modelle bei einer Höchstgeschwindigkeit von 180 km/h abgeregelt. Damit begegnet der schwedische Premium-Automobilhersteller einer der häufigsten Unfallursachen – überhöhte Geschwindigkeit – und macht einen weiteren wichtigen Schritt auf dem Weg zu noch mehr Sicherheit im Straßenverkehr. Darüber hinaus können Volvo Fahrer mit dem serienmäßigen Care Key selbstständig sogar die Höchstgeschwindigkeit noch weiter heruntersetzen, wenn sie ihr Fahrzeug beispielsweise an Familienmitglieder, Freunde und allen voran Fahranfänger verleihen.

Als Vorreiter der automobilen Sicherheit geht Volvo einmal mehr mutig voran. Wie schon mit der Einführung des Drei-Punkt-Sicherheitsgurts im Jahr 1959, der weltweit mittlerweile mehrere Millionen Menschenleben gerettet hat, sendet der schwedische Premium-Automobilhersteller erneut ein starkes Signal: Mit der Begrenzung auf 180 km/h und dem serienmäßigen Care Key arbeitet Volvo aktiv auf das Ziel hin, die Zahl der Toten und Verletzten im Straßenverkehr auf null zu minimieren.

„Wir glauben, dass ein Autohersteller die Verantwortung hat, zur Verbesserung der Verkehrssicherheit beizutragen“, erklärt Malin Ekholm, Leiterin des Volvo Cars Safety Centre in Göteborg. „Die Geschwindigkeitsbegrenzung und der Dialog, der dadurch in Gang gesetzt wurde, passen zu diesem Ansatz. Dank der Absicherung und dem Care Key erkennen Menschen, wie gefährlich zu schnelles Fahren ist. Beide Maßnahmen sorgen für zusätzliche Sicherheit und ein verantwortungsvolles Verhalten des Fahrers.“

Insbesondere die eingeschränkte Höchstgeschwindigkeit hat seit ihrer Ankündigung für viele Kontroversen gesorgt. Einige Beobachter haben sogar das Recht von Automobilherstellern in Frage gestellt, das Tempo technisch zu limitieren. Volvo Cars sieht sich jedoch in der Pflicht, seine Tradition sowie Vorreiterrolle zu nutzen und Diskussionen über Maßnahmen anzustoßen, die letztlich Leben retten können – selbst wenn dem Unternehmen dadurch im Einzelfall sogar potenzielle Kunden verlorengehen.

Viele Menschen unterschätzen Studien zufolge die Gefahren des zu schnellen Fahrens und passen ihr Tempo nicht der aktuellen Verkehrssituation an. Selbst die fortschrittlichsten Sicherheitssysteme und eine intelligente Infrastruktur reichen bei höheren Geschwindigkeiten jedoch nicht mehr aus, um bei einem Unfall schwere Verletzungen und Todesfälle zu vermeiden. Aus diesem Grund gelten in den meisten westlichen Ländern Tempolimits. Dennoch fallen jedes Jahr Millionen von Menschen mit überhöhter Geschwindigkeit auf, die nach wie vor einer der häufigsten Gründe für Todesfälle im Straßenverkehr ist.

Weitere typische Unfallursachen neben überhöhter Geschwindigkeit sind das Fahren unter Rauschmitteleinfluss und Ablenkung. Volvo Cars geht auch diese beiden Bereiche an, um seiner Vision von einem Straßenverkehr ohne Verkehrstote und Schwerverletzte näher zu kommen. Das Unternehmen berücksichtigt dieses menschliche Verhalten verstärkt in seiner Sicherheitsarbeit und führt entsprechende Maßnahmen und Systeme in zukünftigen Fahrzeugen ein.

Die Zukunft wird’s zeigen, ob Volvo mit seiner „180“-Strategie richtig fährt. Was die Sicherheit betrifft, eindeutig „ja“. Was den Absatz von Fahrzeugen betrifft, der in jüngerer Zeit sehr positiv verlaufen ist, ist die Zukunft ungewiss. Die Schweden haben einkalkuliert, das potenzielle Kunden verlorengehen.(autour24)

 

 

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