Opel Insignia – perfekte Konnektivität, grandioses Licht

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Von Klaus H. Frank

Der neue Insignia steht in den Startlöchern – kein Grund den Aktuellen nicht noch einmal zu testen. Und zwar als Limousine Grand Sport. Diese Stufenhecklimousine mit einem leichtem Anklang an ein viertüriges Coupé, spielt im Orchester mit den beiden Kombi Sports Tourer und Country Tourer zwar nur die zweite Geige im Insignia-Portfolio. Dennoch hat uns der dynamische Auftritt der Limousine stets begeistert.

Der neue Insignia wird nur einige Retuschen im Design erhalten, was bestätigt, dass der große Opel, der erstmals im Jahr 2008 (Modellpflege Juni 2013) auf die Straße rollte, ein geradezu zeitloses Design besitzt. Bestimmendes Markenzeichen in der Front-Optik des Insignia ist das wegweisende Scheinwerfersystem IntelliLux LED  Matrix Licht, das nicht nur Xenon weit überlegen, sondern auch konventionellen LED-Systemen einen Schritt voraus ist. Opel bezeichnet es als das Beste seiner Klasse. Die intelligente Matrix-Technologie mit 32 LED-Elementen „schneidet“ durch das Abschalten einzelner LEDs andere Fahrzeuge automatisch und präzise aus dem Lichtkegel des Fernlichts aus, während die restliche Straße bis zu 400 Meter voraus perfekt ausgeleuchtet wird. Somit besteht keine Blendgefahr für vorausfahrende und entgegenkommende Fahrer, Nachtfahrten sind sicherer und entspannter und das Kurvenlicht sorgt für noch mehr Sicherheit durch bessere Ausleuchtung. Durch das weitreichende Fernlicht werden Gefahren bis zu 1,8 Sekunden früher erkannt (das entspricht bei Tempo 80 rund vierzig Meter), so dass der Fahrer frühzeitig reagieren kann.

Der elegante und perfekt verarbeitete Innenraum mit gut ausgewählten und hochwertigen Materialien ist recht großzügig dimensioniert. Einzig auf den Rücksitzen könnte es etwas mehr Luft nach oben geben, denn die stark abfallende Dachlinie engt den Kopfraum der Passagiere in der zweiten Reihe doch ziemlich ein. Größer als 1,80 Meter sollten die hinten Sitzenden möglichst nicht sein. Üppig in seinen Ausmaßen ist der Kofferraum, der über die weit aufschwingende, elektrische Heckklappe sehr gut zugänglich ist. Das Gepäckabteil schluckt zwischen 490 und 1450 Liter, ausreichend Platz also auch für einen größeren Urlaub. Natürlich besitzt auch der Insignia die angenehme Möglichkeit, den Kofferraum mit einem angedeuteten Fußtritt unter den hinteren Stoßfänger zu öffnen, wenn der Einkauf im Supermarkt keine Hand mehr freilässt, um das hintere Portal zu öffnen.

Als noch niemand über die von der „Aktion gesunder Rücken“ (AGR) zertifizierten Sitze sprach, hatte Opel sie schon eingebaut. Auch jetzt noch sind diese ergonomischen Aktivsitze das Non-plus-Ultra im Innenraum des Insignia, bieten Exklusivität wie in der Businessklasse. Die Sitze passen sich mit 18 Einstellmöglichkeiten (mit Memoryfunktion) wie maßgeschneidert dem Körper an, vermeiden Rückenschmerzen und steigern so Aufmerksamkeit und Wohlbefinden des Fahrers. Sie heizen (auch hinten), kühlen oder massieren und tragen so dazu bei, auch lange Fahrtstrecken entspannt zurück zu legen.

Absolut auf der Höhe der Zeit sind die Assistenz- und Sicherheitssysteme im Insignia Grand Sport. Sehr praktisch sind das Head-up-Display, eine 360-Grad-Kamera, die adaptive Geschwindigkeitsregelung, ein aktiver Spurhalte-Assistent und der Rear-Cross-Traffic-Alert, der beim Rückwärtsausparken vor querendem Verkehr warnt. Einen perfekten Überblick zu den Assistenten bietet das folgende Video:

Auch in Sachen Konnektivität, steuerbar über das 8-Zoll-Farb-Touch-Display, stellt uns der Insignia zufrieden. Selbstredend sind Apple CarPlay und Android Auto vorhanden und über das Premium Multimedia Navi Pro sind Live-Verkehrswarnungen, Kraftstoffpreise, Parkinformationen, Online-Kartenaktualisierungen, Routen- und Zielplanung abrufbar. Infos über das folgende Video:

 

Unser Testfahrzeug ist mit einem 1,5-Liter-Triebwerk (Turbo-Direkteinspritzer) mit 165 PS motorisiert. 250 Newtonmeter maximales Drehmoment zwischen 2000 und 4500 Touren sorgen für erstaunlich viel Kraft und Temperament und beschleunigen so die knapp 1,5 Tonnen schwere Limousine mit Sechs-Stufen-Automatik in 10 Sekunden auf Tempo 100 und erlauben eine Höchstgeschwindigkeit von 218 km/h. Der Verbrauch (nach NEFZ) liegt bei 5,6 Liter, nach WLTP zwischen 6,6 und 7,1 Liter. Im Test zeigt uns das Display des Fronttrieblers einen Verbrauch von 8,2 Liter an. Das ist noch in Ordnung angesichts etlicher zügiger Autobahnpassagen.

In seinen Fahreigenschaften verhält sich die Limousine wie ein typischer Fronttriebler, also im Grund genommen gutmütig. Bei zu schnell angefahrenen Kurven schiebt der Insignia zwar leicht über die Vorderräder zum Kurvenaußenrand, ist aber stets kontrollierbar. Die Lenkung ist präzise, die Bremsen packen gut zu – Kritik wäre in keiner Weise gerechtfertigt.

Opel hatte sich ja schon immer auf die Fahnen geschrieben, seine Fahrzeuge zu demokratisieren, was bedeutet, dass die Rüsselsheimer mit Ihren Preisen auf dem Teppich bleiben wollen. So ist dies auch beim Insignia. Das absolute Basismodell kostet immerhin nur 28 955 Euro. Unser toll ausgestattetes Testfahrzeug, der Grand Sport in der Innovation-Version mit Sechsgang-Automatik kostet, ohne Sonderausstattung, 37 610 Euro. Da klingt zwar nicht mehr nach sehr preisgünstig, aber im Vergleich zu mach anderem Hersteller ist dieser Preis mehr als gerechtfertigt. (autour24/khf)

Werbeanzeigen

Kommentar verfassen