Nova EB: Das Edelmobil von La Strada

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Die Stuttgarter Caravaning und Touristikmesse CMT (-19. Januar) nutzt die hessische Reisemobilmanufaktur La Strada als Premierenbühne für die Neuauflage des teilintegrierten Campers Nova. Das fast sieben Meter lange Edelmobil rollt auf einem Mercedes Sprinter mit Hinterradantrieb, sein Vierzylinderdiesel leistet 163 PS (120 kW). Der Grundriss mit zwei längs eingebauten Einzelbetten im Heck, Waschraum, Küche und L-Sitzgruppe ist konsequent auf zwei Personen zugeschnitten. In den Handel kommt der Nova EB im Februar, der Basispreis liegt bei 107.500 Euro.

Vor rund 20 Jahren hat der kleine aber feine Hersteller aus der Wetterau die Spitzenbaureihe Nova erstmals vorgestellt, schon damals diente der Mercedes Sprinter als Basis. La Strada, man bezeichnet sich selbst gerne als Manufaktur für Kompakt-Reisemobile, hat dem Nova einen nahezu nahtlosen Monocoque-Aufbau spendiert. Die Flächen sind überaus glatt, Scharniere und Türgriffe und Verschlussknebel sind weitgehend verschwunden.

Befestigt werden Türen und Klappen an inneliegenden Scharnieren, als Verriegelungen dienen sogenannte „Push-to-open-Schlösser“, bei denen ein Druck auf die Klappe zum Öffnen genügt. Die Tür zum Gaskasten und die Serviceöffnung der Kassettentoilette werden per Fernentriegelung von innen entriegelt. Allein die Größe überrascht, der neue Nova ist das längste Mobil, das je im Werk in Echzell entstanden ist.

Der GFK-Aufbau gefällt mir geraden, schnörkellosen Linien und einem zurückhaltend sachlichen Dekor. Selbst die Lüftungsgitter des Kühlschranks, bei vielen Mobilen ein designstörendes Element, werden beim Nova in Wagenfarbe lackiert. Die Isolationswerte der GFK-Bauweise sind ausgezeichnet, ihre Struktur gewichtsparend.

Wegen der umfangreichen Komfortausstattung kommt das Mobil dennoch auf gut 3390 Kilogramm Leergewicht. Serienmäßig werden daher 4,1 Tonnen als maximal zulässige Gesamtmasse gestattet, das genügt für satte 710 Kilogramm Zuladung. In der von beiden Seiten aus zugängigen Heckgarage finden zwei Fahrräder Platz, hier hat auch die Stromversorgung, auf Wunsch mit Lithium-Batterien und Brennstoffzelle, ihren Platz.

Außerdem wird hier das Kabel für externe Energieversorgung eingesteckt, die Kabelführung nach draußen geschieht über eine verschließbare Klappe im Boden. Einzig der Einfüllstutzen des Frischwassertanks ist noch in herkömmlicher Konstruktionsweise ausgeführt, die Markise auf der rechten Fahrzeugseite wird elegant in einer Aussparung versteckt. Dies senkt den Luftwiderstand und die Windgeräusche während der Fahrt.

Den Innenraum prägen die von La Strada gewohnten, exklusiven Möbeldekors. 120 verschiedene Wand- und Klappen-Farben, Sitzbezüge und Ledertönungen sowie variantenreiche Verkleidungen des Dachhimmels und Möbelfronten erlauben eine kaum überschaubare Anzahl von Variationsmöglichkeiten.

Neu ist die Ausstattung mit weißen Möbeln und grauen Klappendekoren. Der Kompressorkühlschrank der Küche mit 90 Liter Volumen gehört ebenso zur Serienausstattung wie die rechteckige Edelstahlspüle und ein Gasherd mit zwei Kochstellen. Beheizte Frisch- und Abwassertanks (100/90 Liter Volumen) zählen überdies zum Standard.

Die 200 mal 80 Zentimeter großen Einzelbetten im Heck laden mit komfortablen Kaltschaummatratzen zur Nachtruhe ein, sie liegen auf nachgiebigen Tellerfederelementen. Bei Bedarf kann der Raum zwischen den beiden Betten mit einem Schaumstoffriegel verschlossen werden. Unter dem Bett finden sich umfangreiche Staumöglichkeiten für Garderobe und Ausrüstung.

Im Waschraum bringt ein Klappwaschbecken Platz, der beim Nutzen der Kassettentoilette ebenso nützlich wie beim Duschen ist. Eine Plexiglasabtrennung hält während der Brause die übrige Einrichtung trocken, die Warmwasserbereitung übernimmt hier wie in der Küche eine Truma Kombiheizung. Neu ist auch ein Ventilator in der Dachluke des Sanitärabteils, der für angenehmes Raumklima sorgt.

Optional gibt es den Nova mit einem 190 PS (140 kW) starken Dieselmotor, er kostet rund 4000 Euro Aufpreis. Für weniger Geld gibt es die siebenstufige Automatik (2600 Euro), für den Allradantrieb sind dann allerdings satte 13 700 Euro fällig. Anhängen darf der Nova EB 2500 Kilogramm, das erlaubte Zuggewicht liegt bei 6,6 Tonnen.

Als weitere Variante der Baureihe soll im Frühsommer der Nova M das Portfolio ausweiten, die rund einen halben Meter kürzere Version kostet 2000 Euro weniger. La Strada produziert mit 50 Mitarbeitern nicht mehr als 325 Reisemobile im Jahr und hat sich in der nunmehr 35 Jahre in die Vergangenheit reichenden Unternehmensgeschichte eine treue Kundenschar erobert. (ampnet/mk)

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