Tesla: Nur ein Jahr für Bau einer neuen China-Fabrik

Weniger als ein Jahr nach Baubeginn hat der US-Konzern Tesla die ersten Autos aus seinem neuen Werk in Schanghai ausgeliefert, berichtet die „Automobilwoche„. Bei einer Feier wurden 15 lokal hergestellte E-Autos vom Typ Model 3 an Mitarbeiter von Tesla übergeben.

Nach Baubeginn im Januar war die neue „Gigafactory“ in Rekordzeit hochgezogen worden. Die Produktion in China ermöglichst es Tesla, seine Autos ohne hohe Einfuhrzölle deutlich billiger auf den größten Automarkt der Welt zu bringen. Das Werk in Schanghai soll am Ende eine Kapazität von jährlich 500.000 Autos haben, so die „Automobilwoche„, wenngleich anfänglich deutlich weniger produziert werden dürfte.

China verfolgt einen massiven Ausbau der Elektromobilität und ist heute schon der weltweit größte Markt für Elektrofahrzeuge. 2018 wurden in der Volksrepublik erstmals eine Million Fahrzeuge verkauft, die durch neue Energien angetrieben werden. Zuletzt entwickelte sich der Markt wegen der schwächelnden Wirtschaft aber schleppend.

Besonderer Kaufanreiz ist die bevorzugte Zulassung von E-Autos in großen Städten, berichtet die „Automobilwoche„. Nummernschilder für Benziner werden derweil verlost oder müssen teuer ersteigert werden. Die Käufer müssen oft jahrelang warten, während Elektrofahrzeuge eher zugelassen werden. Auch gibt es in Städten wie Peking ein Fahrverbot jeweils an einem Tag der Woche, das für E-Autos nicht gilt. Tesla profitiert beim Verkauf des Model 3 in China zudem künftig von einer Befreiung von der Kaufsteuer in Höhe von zehn Prozent.

Tesla plant derzeit auch den Bau einer „Gigafactory“ in Deutschland. In Grünheide (Kreis Oder-Spree) bei Berlin soll von 2021 an das Kompakt-SUV Model Y hergestellt werden. Der Baubeginn für die Fabrik auf einer 300 Hektar großen Fläche soll im ersten Halbjahr 2020 sein. Dass diese Fabrik so schnell hochgezogen werden wird, wie die in China, ist kaum zu erwarten. (autour24)

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