Silberne Legenden fahren vor

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Die Farbe Silber ist bei Mercedes legendär. Geboren wurde sie vor vielen Jahrzehnten durch einen kleinen Trick im Motorsport. Zuviel Gewicht, da musste der Lack in der Nacht vor dem Rennen ab. Und renntauglich waren die Silberpfeile. Ihr Siegeszug dauert bis heute an. Fahrer- und Hersteller-Titel gingen auch in der Formel-1-Saison 2019 an die Marke mit dem markanten Stern.

Aber auch in der Serie verleiht die Farbe Silber den Fahrzeugen des Stuttgarter Herstellers das gewisse Etwas. Und wenn dann auch noch die drei Buchstaben SLR hinzugekommen, leuchten die Augen vieler Autoliebhaber. Denn auf Fans leistungsstarker Supersportwagen hat das Gütesiegel SLR eine fast hypnotische Wirkung.

Blicken wir etwas zurück: Der Anfang des Jahrtausends in Handarbeit gefertigte und in einer limitierten Stückzahl nur von 2.157 Exemplaren ausgelieferte Mercedes-Benz SLR gilt bis heute als exklusivstes Serienfahrzeug der schwäbischen Marke. Zum 15. Jubiläum des Produktionsbeginns im englischen Woking präsentiert die Retro Classic Bavaria in Nürnberg (6. bis 8. Dezember 2019) eine hochkarätig bestückte SLR-Sonderschau. Zu bestaunen in der Halle 3A, Stand 210.

Pate für die „Silberpfeile des 21. Jahrhunderts“ stand das legendäre „Uhlenhaut-Coupe“ von 1955 – ein vom damaligen Pkw-Versuchschef und Leiter der Rennwagen-Entwicklung, Rudolf Uhlenhaut, konstruierter Zweisitzer auf Basis des Rennsportwagens 300 SLR. Uhlenhauts „schneller Reisewagen“ wurde Ende der 1990er-Jahre zum Vorbild für eine Konzeptstudie, die Stilemente der 1950er-Jahre mit modernster Formel-1-Technik vereinte. Die Umsetzung der „Vision SLR“ sollte jedoch noch einige Zeit in Anspruch nehmen, bis auf der IAA 2003 schließlich der SLR McLaren präsentiert wurde. Ende März 2004 konnten die ersten Kunden ihre Sportwagen in Empfang nehmen.

Insgesamt wurden fünf Varianten des neuen SLR angeboten. Neben einem der wenigen zum Rennwagen umgebauten SLR 722 GT ist auf der Retro Classic Bavaria zum Beispiel der nur 150 Mal gebaute SLR 722 S zu bestaunen; benannt nach der Startnummer, mit der Stirling Moss und Dennis Jenkinson bei der Mille Miglia 1955 zum Sieg fuhren.

Sir Stirling Moss wurde später auch zum Namensgeber der letzten, streng limitierten Sonderauflage: Der 2009 vorgestellte SLR Stirling Moss hat weder Dach noch Windschutzscheibe. Dafür kommt er jedoch auf über 650 Pferdestärken, die dieses außergewöhnliche Fahrzeug in 3,6 Sekunden auf 100 km/h beschleunigen. Nur die Silberpfeile in der Königklasse des Motorsports fliegen da noch etwas schneller. (mid)

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