Cupra Tavascan – von der Idee bis zum SUV-Coupé

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Das Elektroauto ist endgültig in der Automobilbranche angekommen. Sein Durchbruch bringt frischen Wind in alle Bereiche von Entwicklung und Produktion – vor allem beim Fahrzeugdesign. Welche Elemente sind überflüssig? Wie kann durch das Design die Reichweite erhöht werden? Die Antwort auf diese Fragen liefert das neue Konzeptauto von CUPRA: der vollelektrische CUPRA Tavascan SUV-Coupé.

Auf die Aerodynamik kommt es an

„Bei der Entwicklung eines Elektromodells liegt die größte Herausforderung in der aerodynamischen Effizienz“, erklärt Alberto Torrecillas, Exterieur-Designer bei CUPRA. Fast schon auf natürliche Weise entstanden so beim Tavascan zunächst kleine Luftleitelemente und andere Anbauteile. „Alles wurde bewusst so gestaltet, dass das Fahrzeug eine Seele erhält. Nichts sieht aus wie maschinengefertigt; die Anbauteile stechen hervor wie ein geformter Muskel bei einem Sportler und definieren die Silhouette des CUPRA Tavascan.“ Durch den auf diese Weise verringerten Luftwiderstand hat das Konzeptauto zudem eine höhere Reichweite.

Schlankeres Design

In Elektroautos findet sich ein neues, auch für das Design relevantes Element: die Batterie. Hierfür müssen die Designer einen geeigneten und sicheren Platz finden. Beim Tavascan ist die Batterie im unteren Teil des Fahrzeugs verbaut. Um das hohe Eigengewicht der Batterie auszugleichen, setzen die Konstrukteure verstärkt auf Ultraleichtbau. „Das Konzeptauto besteht vollständig aus Kohlefaser, weil wir mit diesem Material die Leichtigkeit und seine sportliche Statur besser unterstreichen können und gleichzeitig die Reichweite bedeutend verlängern“, erklärt Torrecillas.

Die Räder: mehr als nur Zierde

Weniger Gewicht bedeutet automatisch mehr Reichweite. Daher spielen auch die Räder eine wichtige Rolle. Beim Tavascan haben sie einen Durchmesser von 22 Zoll und sind mit kupferfarbenen Elementen verziert. Die Radkappen sind mit Carbonfaser überzogen, um eine bessere Luftzirkulation zu gewährleisten und die Bremsscheiben zu kühlen. Die Aerodynamik der Räder ist zudem auch enorm wichtig für den cw-Wert des Fahrzeugs. „Beim Entwurf eines Elektroautos muss man unbedingt mögliche Energieeinsparungen bei den Rädern im Blick haben, daher kommt ihnen eine ganz besondere Rolle zu“, betont der Exterieur-Designer.

Revolutionäres Front- und Heckdesign

Wenn es ein Merkmal gibt, an dem man ein Elektroauto sofort erkennen kann, dann ist es das Design der Fahrzeugfront: Im Gegensatz zu einem herkömmlichen Auto mit Verbrennungsmotor kommt ein Elektroauto nämlich ohne Kühlergrill aus. „Mit den großformatigen, funktionalen Lufteinlässen haben wir ein komplett neuartiges Design der Fahrzeugfront geschaffen. Zwei Lufteinlässe verleihen der Front ihre Breite – sie leiten den entgegenkommenden Fahrtwind ein, bevor er vom Luftkanal gezielt an den Felgen vorbei vom Fahrzeug weggeleitet wird“, schwärmt Torrecillas.

Und auch am Heck macht sich ein deutlicher Unterschied zu kraftstoffbetriebenen Fahrzeugen bemerkbar: Das Elektroauto kommt ohne Auspuff aus. „Damit erreichen wir beim Heck eine perfekte Symmetrie“, betont der Designer.

Herausforderung Innenraum

Auch der Fahrzeuginnenraum eines Elektroautos stellt seine Konstrukteure vor eine besondere Herausforderung. Der relativ hohe Platzbedarf der Batterie soll nämlich nicht zulasten der Geräumigkeit und des Komforts im Fahrgastraum gehen. „Wir haben ein großzügiges Interieur mit vier sportlichen Sitzen aus Carbonfaser gestaltet, um maximalen Platz zu schaffen. Außerdem haben wir mit besonderen Formen experimentiert – etwa beim Armaturenbrett und den beiden Mittelkonsolen“, erklärt Marc Franch, ebenfalls Exterieur-Designer bei CUPRA.

Die richtigen Farben und Materialien lassen den Innenraum zudem geräumiger erscheinen, weiß Frederik Baumann, Designer in der Farb- und Veredelungsabteilung: „Wir haben für die Sitze sowie für die Oberfläche des ,schwebenden‘ Armaturenbretts weißes Nappaleder verwendet. Dadurch wirkt der Innenraum insgesamt großzügiger. Durch die Ambientebeleuchtung, die exklusiv für dieses Konzeptfahrzeug entworfen wurde, scheint das Armaturenbrett in der Luft zu schweben und steht damit im eindrucksvollen Kontrast zum robusten schwarzen Neoprenboden.“

Viele Unterschiede, eine gemeinsame Leidenschaft

Welche Gemeinsamkeiten beim Design verbinden einen kraftstoffbetriebenen CUPRA und sein vollelektrisches Pendant? „Der Wunsch, ein Gefühl – eine Leidenschaft – zu erzeugen. Wir nennen es den Wow-Effekt, und er muss bei einem kraftstoffbetriebenen Fahrzeug der gleiche sein wie bei einem Elektroauto. Das ist unsere Philosophie, wenn wir CUPRA Fahrzeuge entwerfen“, fasst Torrecillas zusammen. „Ein vollelektrisches Design mit 100 Prozent CUPRA DNA.“ (autour24)

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