Caravan-Salon: Dethleffs zeigt erstes Mobil mit Hybridantrieb

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Die Zeichen stehen auch beim Camping auf Elektrifizierung. Nach dem Wohnwagen e-Coco zeigt Dethleffs, einer der ältesten Hersteller der Branche, auf dem Caravan-Salon in Düsseldorf (–8.9.2019) das erste Reisemobil mit einem Plug-in-Hybridantrieb. Den haben die Schwaben natürlich nicht selber entwickelt, sondern greifen auf einen Ford Transit Custom zurück, der in den kommenden Wochen mit dieser Antriebsform auf die Straßen kommt.

Globevan e-Hybrid heißt der Campingbus, der in klassischer Innenarchitektur möbliert ist. Auf der Fahrerseite hat die Küchenzeile ihren Platz. Kühlbox, Kocher und Spüle mit elektrischer Wasserversorgung gibt es hier serienmäßig. Nach hinten wird der Wohnraum von einer Zweiersitzbank abgeschlossen, die bei Bedarf zu einer fast zwei Meter langen und rund 1,4 Meter breiten Liegefläche umgebaut werden kann. Zwei weitere Schlafplätze finden sich im aufklappbaren Hubdach.

Das Basisfahrzeug kann über eine Strecke von 50 Kilometer rein elektrisch angetrieben werden, danach übernimmt ein Turbobenziner mit 126 PS (92 kW) die Regie. Insgesamt liegt die Reichweite mit einer Batterie- und Tankfüllung bei 500 Kilometern. Mit der Hybridpremiere will Dethleffs nach den Worten von Geschäftsführer Alexander Leopold in der Branche Zeichen setzen, um die Akzeptanz der Campingbewegung weiter zu steigern. Fraglich ist nur, ob die Kunden den vergleichsweise hohen Preis von 74 990 Euro für den Globevan E-Hybrid akzeptieren.

Dabei gilt Caravaning ohnehin schon als eher umweltfreundliche Urlaubsform.
Campen sei deutlich verträglicher als etwa Fliegen. Eine Familie würde bei einer Urlaubsreise mit dem Caravan nach Spanien 50 Prozent weniger CO2-Emmisionen verursachen als bei einem Flug, rechnen Experten vor. Außerdem sei der Wasser- und Lebensmittelverbrauch an Bord eines Wohnwagens wesentlich geringer als beim Aufenthalt im Hotel. (ampnet/mk)

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