Roller-Sharing: Spaßig, aber teuer

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Roller-Sharing, wie es derzeit in Berlin von vier Firmen angeboten wird, ist nichts für Dauernutzer – und zwar aus finanziellen Gründen. Zu diesem Schluss kommt ein Vergleich des Portals Verivox.

Grundsätzlich gibt es zwischen den Roller-Verleihern Circ, Lime, Tier und Voi keine größeren Unterschiede. US-Anbieter Lime ist dabei so etwas wie der Beste unter Gleichen, weil er das größte Gebiet abdeckt, die nutzerfreundlichste App verwendet und mehrere Zahlungsarten ermöglicht.

Die Tarife sind überall gleich: Freischalten kostet einen Euro, jede Minute 15 Cent. „Eine Fahrt mit einer halbstündigen Ausleihe kostet damit 5,50 Euro“, bilanziert Verivox. Wer als Pendler regelmäßig für die Fahrten zwischen Büro und Bahnhof auf einen der Roller zurückgreift, ist bei täglich zwei Mal sechsminütiger Nutzung im Monat 84 Euro los.

Deshalb eignen sich die geliehenen E-Scooter den Testern zufolge für gelegentliche Fahrten mit Spaßfaktor und in fremden Städten. Ein Verivox-Sprecher: „Wer den E-Tretroller für den täglichen Arbeitsweg nutzen möchte, sollte sich einen eigenen anschaffen. Die Kosten sind nach je nach Modell nach rund einem halben Jahr wieder drin.“

Zum Testzeitpunkt am 23. Juni 2019 konnte bei Circ, Tier und Voi nur mit Kreditkarte bezahlt werden. Bei Lime ist auch die Zahlung per Debitkarte oder Paypal möglich. Außerdem kann ein Guthaben aufgeladen und abgefahren werden.

Das Fazit der Tester: Eine Fahrt mit einem geliehenen E-Scooter kann Spaß machen, günstig ist sie nicht. So ist eine halbe Stunde mit dem E-Scooter doppelt so teuer als ein Einzelfahrschein des öffentlichen Nahverkehrs. Auch ein geliehenes Fahrrad ist deutlich günstiger. (mid)

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