Mid-Zeitreise: Borgward – vom Hansa 1500 zur Isabella

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Am 15.Juni 1954 berichtete der Motor-Informations-Dienst (mid) im 3. Jahrgang über den neuen Borgward Isabella. und das las sich folgendermaßen:

Der neue „Hansa 1500“, der inzwischen in den Bremer Borgward-Werken vom Band gerollt ist, vereinigt in sich die Tradition der alten Hansa-Werke mit der Schönheit eines modernen Fahrzeuges mit Pontonkarosserie. Darüber, ob die Tradition wertvoller ist oder die bestechende, fast südländische Linie, ist bei Borgward ein interner Streit ausgebrochen: Die in ihr jüngstes Kind verliebten Leute möchten nicht nur heimlich, sondern ganz offiziell beim Tarnnamen „Isabella“ bleiben, den die Versuchswagen getragen haben; die Verfechter der Tradition möchten einfach „Hansa 1500“ sagen.

Seitdem wir ihn gesehen und auch ein kurzes Stück gefahren haben, möchten wir uns den verliebten Leuten anschließen und auch „Isabella“ sagen. Diesen Namen erhielten die Versuchswagen von Dr. Carl Borgward selbst. „Isabella aus dem Stalle Hansa Borgward“ muss man sagen, wenn man an die Abkunft des Wagens vom Rennmodell denkt.

Bei Festlegung des scharf kalkulierten Preises von 7.200 DM rechnete Borgward mit einem Monatsausstoß von etwa 1.000-1.300 Wagen dieses Typs, auf den nunmehr unter Umbau der Fertigungshallen das ganze Schwergewicht der Produktion gelegt wird.

Der neue „Hansa 1500“ ist der bis jetzt am besten geglückte Wurf. Der Wagen dürfte äußerlich mit zu den schönsten zählen, die auf den deutschen Straßen laufen werden. Er ist nicht nur sehr geräumig, sondern hat auch mit 60 PS in seiner Klasse nichts Vergleichbares an Leistung am europäischen Markt. (mid)

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