„Der Caravan ist wieder sexy!“ – Comeback des Wohnwagens

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Der Abstieg des Wohnwagens schien unaufhaltsam. Doch jetzt hat sich der Wind gedreht. „Der Caravan ist wieder sexy!“ sagt Bürstner-Manager Markus Pangerl bei der Vorstellung der 2020er-Modelle mit und ohne Motor.

Die Wiederkehr der Wohnwagen, die sich laut Pangerl deutlich in den Zulassungszahlen widerspiegelt, hat gute Gründe. Schließlich haben Hersteller wie Bürstner aus Kehl am Rhein einiges getan, um sie leichter zu machen. So bringt der Einsteiger Premio Life nur um die 1.110 bis 1.200 Kilo auf die Waage – das passt schon für einen Zugwagen der Golfklasse und ermöglicht dennoch mobiles Leben auf zwei Rädern für drei bis sechs Personen ab mindestens 12.000 Euro.

Beim Standard-Premio hat Bürstner fürs neue Modelljahr das Äußere überarbeitet und im Inneren kräftig Hand angelegt – etwa in Form eines Queensbettes mit beidseitigem Zugang. Der Premio Plus, bekannt als der Hubbett-Wohnwagen, wurde ebenfalls aufgefrischt.

Anspruchsvolle Caravaner wählen den Averso, noch verwöhntere die Topversion Harmony Line, ein Beiname, der bei Bürstner besonders viel mit dem „Wohnfühlen“ zu tun hat. Also mit einem Gefühl, das der Hersteller in die DNA seiner Produkte einzupflanzen versucht.

Ein Ansatz ist zum Beispiel die variable Rundsitzgruppe, die sich mit wenigen Handgriffen in einen Sechser-Tisch verwandeln lässt. Oder der von den neuen Reisemobilen übernommene Einstiegsbereich mit einem Regal mit Magnethaltern und Magnet-Gläsern – Glasbruch und lästiges Klingeln und Klirren gehören der Vergangenheit an. Statt aus bisher acht können sich Kunden künftig aus elf Aufbauvarianten bedienen.

Aber zurück zu den Wohnmobilen und zurück zum „Wohnfühlen“. Für Markus Pangerl ist das weit mehr als ein Marketing-Schlagwort, sondern der Versuch, sich abzuheben und deutlichen Mehrwert zu bieten – vor allem in den Bereichen Ergonomie, intelligente Raumnutzung und harmonische Innenraum-Gestaltung. So wurde zum Beispiel viel Aufwand für möglichst große, alltagstaugliche Bäder betrieben, bis zu 115 zu 80 Zentimeter messen sie in den neuen Modellen. Weil sich die Geschmäcker geändert haben, sind bei Bürstner Holzdekore fast komplett aus den Wohnmobilen verschwunden. Pangerl: „Wir haben nur 12 bis 13 Quadratmeter und versuchen, das Beste daraus zu machen.“

Besonders viel Wohnmobil fürs Geld verspricht der Hersteller für die Teilintegrierten Lyseo Time T Und Lyseo Time I Limited – Pangerl hat etwa fürs 690er-Modell einen Preisvorteil durch Mehrausstattung von 8.350 Euro errechnet.

Die „Lebensader“ von Bürstner, die Lyseo TD-Familie inklusive der Harmony Line-Version, hat nach vier Jahren ein kräftiges Update bekommen, Pangerl spricht sogar von einem beinahe neuen Fahrzeug. Neue Möbel, neuer Eingangsbereich, neue Kochfeld-Backofen-Kombination sowie eine neue, leichte Deckenverkleidung – es hat sich wirklich viel getan.

Große Erwartungen setzt Bürstner in den Lyseo M Harmony Line auf Mercedes-Sprinter-Basis, der im Modelljahr 2020 mit reichlich Assistenzsystemen, Heckantrieb, zwei unterschiedlich starken Dieselmotoren und in zwei Grundrissen angeboten wird. Und das zu Preisen ab 66.990 Euro. (Rudolf Huber / mid)

Kommentar verfassen