Die Welt der Oldtimer drehte sich wieder am Bodensee

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Die 12. Motorworld Classics Bodensee zeigte heuer drei Tage lang die klassische Mobilität zu Lande, zu Wasser und in der Luft. Vom 10. bis 12. Mai trafen sich auf der Verkaufs- und Eventmesse auf dem Messegelände in Friedrichshafen die Liebhaber und Fans zum großen Oldtimer-Meeting.

Über 800 Aussteller, darunter 100 Marken-Clubs, waren auf dem Messegelände in zehn Hallen auf 85 000 qm Fläche präsent. Messechef Klaus Wellmann und Bereichsleiter Roland Bosch betonten gemeinsam: „Mit ihrem Konzept hebt sich die Motorworld Classics Bodensee ganz deutlich von ähnlichen Veranstaltungen ab. Neben den emotionalen und dynamischen Events begeisterte die Zuschauer auch die breite Vielfalt des Angebots.“ Sibylle Bayer und Meike Poweleit von der namensgebenden Motorworld Group ergänzten: „Hier wird das Thema Oldtimer in vielen Facetten gelebt und inszeniert.“

Das Angebot der Motorworld Classics Bodensee erstreckte sich von automobilen Raritäten über Motorräder und rassige Riva Boote bis hin zu klassischen Accessoires für Oldtimerfahrer. Neben der Ausstellung durchwegs flugfähiger Luftfahrtklassiker und der Sonderschau „British Classic Cars & Bikes“ erinnerte die große Bulli-Show an das legendäre Woodstock-Festival, das vor 50 Jahren stattfand. Ein besonderes Highlight der Motorworld Classics Bodensee war außerdem der Messerundkurs. Hier konnten die Besucher die Atmosphäre glorreicher Rennsportepochen erleben und live beim Schrauben an ihren Boliden zuschauen.

Auf dem Messegelände gab es nicht nur exklusive Sammlerfahrzeuge bei renommierten Fachhändlern, sondern bei Privatanbietern auch Oldtimer für das kleine Budget. Zusätzlich wurden verschiedene historische Fahrzeuge am Samstag in der Halle B1 versteigert. Till Rosenkranz, Experte für Oldtimer: „Die Auktion auf der Motorworld Classics Bodensee 2019 war sehr gut besucht. Wir hatten eine große Bandbreite an faszinierenden Fahrzeugen dabei, vom Einsteiger-Golf für ca. 1.000 Euro bis hin zum Ferrari Daytona im Wert einer knappen Million.“

Gleichzeitig zeigten Restaurierungsbetriebe aus Deutschland, den Niederlanden, Polen, der Schweiz und der Tschechischen Republik ihre Leistungsfähigkeit und stellten Fahrzeuge vor, die gerade „in Arbeit“ oder im Angebot und teilweise einmalige Einzelstücke waren. Fahrzeuge die bisher außerhalb ihrer Mauern noch nicht gezeigt wurden, gab es unter anderem auf den Ständen des Zündapp-Museums in Sigmaringen oder beim Auto & Traktor-Museum Bodensee in Uhldingen-Mühlhofen zu sehen.

Mit starker fachlicher Kompetenz wartete der erstmals anlässlich der Jahrestagung des Verbandes der Motorjournalisten (VdM) durchgeführte Kongress auf. In der Halle B1 wurde öffentlich mit VdM-Mitgliedern, geladenen Gästen und Messebesuchern darüber diskutiert, wie es mit den Oldtimern in die Zukunft gehen könnte. Harald Barth von Valeo förderte überraschende Aspekte der Sicherheit zutage, Dr. Gerhard Gumpoltsberger sprach über „ZF und die Mobilität der Zukunft“, Herbert Engelmohr stellte den Automobilclub von Deutschland vor, Prof. Dr. Dieter Müller zeigte rechtliche Perspektiven des Mischverkehrs zwischen Oldtimern und automatisiertem Fahren auf und Andreas Dünkel erläuterte das Konzept der Motorworld. Sarah Elßer vom Team MOTORDIALOG und  Andreas Keßler, der Berliner „Motorpapst“ moderierten die Veranstaltung und die abschließende Diskussion.

Nicht zuletzt bot auch der Teilemarkt für Ersatzteil- und Zubehörsuchende ein volles Sortiment. Auch deswegen kamen viele Besitzer eines historischen Gefährts mit dem eigenen „Oldie“ zum großen Event nach Friedrichshafen – obwohl kein klassisches Oldtimerwetter herrschte. Auf diese Enthusiasten zielten auch  Tobias Brien vom Marketing und Alexander Schechinger als Referent Classic der GTÜ: „Wir entschieden uns auf Motorworld Classics Bodensee mit ihrem besonderen Charakter zu kommen, weil wir hier einen Schritt auf den Endverbraucher zu machen und unser gesamtes Portfolio präsentieren können.“  Insgesamt gab es ein positives Fazit: Mit 38.100 Besuchern verzeichnete die Messe am Ende sogar gegenüber dem Vorjahr einen leichten Zuwachs.

Text und Fotos: Karl Seiler

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