Wenn Lambo den Trecker macht

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Der Name „Lamborghini“ steht für Supersportwagen mit reichlich Pferdestärken unter der Haube. Was viele nicht wissen: Die Unternehmensgeschichte begann mit dem Bau von Traktoren.

Ein Streit mit Enzo Ferrari veranlasste den Traktorenfabrikanten Ferruccio Lamborghini, seine eigene Produktion von Supersportwagen zu starten. „Il Commendatore“ ist also quasi mit verantwortlich dafür, dass es überhaupt Lamborghini Automobile gibt.

Der Bau von landwirtschaftlichen Maschinen und Traktoren war einst das Kerngeschäft von Lamborghini. Es gab viele große und kleine Modelle im Portfolio der Italiener, beispielsweise zum Einsatz in den Weinbergen. Die Automobil- und Traktorproduktion wurde schnell getrennt, und Lamborghini Trattori produziert bis heute im 71. Geschäftsjahr erfolgreich Traktoren.

Der Lamborghini Centenario mit 2.192 ccm Hubraum, 3 Zylindern und einer Leistung von 39 PS bringt flotte 40 km/h als Höchstgeschwindigkeit. Er wurde in einer Stückzahl von fünf Exemplaren weltweit als Jubiläumsmodell zum 100. Geburtstag durch die Familie zum Gedenken an Ferruccio Lamborghini produziert.

Das Baujahr ist 1960, der Zündschlüssel ist aus purem Gold mit lupenreinen Diamanten. TÜV neu, deutsche Straßenzulassung vorhanden zum Preis von stattlichen 250.000 Euro netto. Ein Original-Zertifikat gibt es inklusive, das Design stammt von Adler Capelli. Drei der Raritäten seien bereits verkauft, so die Firma Trattori. Dieser Traktor ist eigentlich viel zu schade für die Feldarbeit.

Für Fans der Nobelmarke lohnt sich ein Besuch im Klima-Lounge Museo CCC in Eberhardzell. Dort sind über 100 Lamborghini-Fahrzeuge ausgestellt. Italienische Zeitgeschichte zum Anfassen. Die Öffnungszeiten sind Montag bis Sonntag nach Vereinbarung, der Eintritt kostet 25 Euro für Erwachsene und Kinder unter 14 Jahren zahlen 10 Euro. Unter 6 Jahren kommt der Nachwuchs kostenlos mit.

Wer das nötige Kleingeld mitbringt, kann hier einen Supersportler oder aber einen Traktor käuflich erwerben. Und ein Lambo-Trecker wäre vielleicht auch etwas, wenn es heißt: Bauer sucht Frau. Denn wer könnte beim Namen „Lamborghini“ schon widerstehen? (Jutta Bernhard / mid)

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