Grachten-Bummler: Der neue Ford Kuga wird „grün“

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Amsterdam ist eine moderne und weltoffene Stadt. Wenn es um Mobilität geht, denken die meisten sofort an Fahrräder und Boote. Kein Wunder, denn die niederländische Hauptstadt ist weltberühmt für ihre Grachten. Amsterdam steht auch für junge Menschen, die sich für eine saubere Umwelt einsetzen. Was liegt da näher, als in dieser Stadt ein neues Auto und eine neue Strategie zu präsentieren? Und so zeigt sich Ford in Amsterdam jetzt von seiner „grünen“ Seite und nutzt diese Bühne zur Weltpremiere des neuen Kuga.

Wie alle Hersteller setzt Ford ebenfalls verstärkt auf alternative Antriebe. Das neue Zauberwort für die dritte Generation des SUV-Bestsellers des in Köln ansässigen Konzerns heißt „Hybrid“. Der neue Kuga wird aus diesem Grund mit gleich drei verschiedenen Hybrid-Antriebs-Alternativen auf den Markt kommen: als Plug-in-Hybrid, als EcoBlue-Hybrid (mild Hybrid) und als Hybrid (Voll Hybrid).

Hintergrund: Ford Europa hat Anfang 2019 angekündigt, dass jede Pkw- und Nutzfahrzeug-Modellreihe künftig um mindestens eine elektrifizierte Variante erweitert wird. Darüber hinaus sollen auch komplett neue Baureihen mit elektrifizierten Antrieben auf den Markt kommen. Diese Fahrzeuge werden mit Mild-, Voll- oder Plug-in-Hybrid-Antrieb oder mit einem rein batterie-elektrischen Antrieb angeboten, teilt der Hersteller mit.

Trotz Feinstaub- und Diesel-Debatte setzt Ford in Deutschland weiter auf Selbstzünder und Verbrenner. Das bedeutet für die Kunden: Der neue Kuga steht auch als EcoBlue-Diesel beim Händler. Den 4-Zylinder gibt es mit 1,5 oder 2,0 Liter Hubraum sowie einer Leistung von 88 kW/120 PS oder 140 kW/190 PS.

Und wie sieht es bei den Emissionen aus? Ford erwartet, dass die 1,5-Liter-Version mit 120 PS im Durchschnitt 4,8 Liter Diesel je 100 Kilometer verbrauchen und 127 Gramm CO2 je Kilometer emittieren wird. Die Turbodiesel-Top-Version mit 190 PS ist serienmäßig in Verbindung mit dem „intelligenten“ Allradantrieb erhältlich. Ford geht von einem Kraftstoffverbrauch von 5,7 Liter/100 km und CO2-Emissionen von150 g/km aus.

Der EcoBoost-Turbobenziner mit 1,5 Liter Hubraum leistet wahlweise 88 kW/120 PS oder 110 kW/150 PS. Der Dreizylinder ist mit intelligenter Zylinder-Steuerung unterwegs. Wie schlau ist diese Technik im täglichen Straßenverkehr? Im Teillastbetrieb, wenn das volle Drehmoment etwa beim Cruisen im konstanten Tempo nicht abgerufen wird, legt die Elektronik einen Zylinder still, erläutern die Ford-Ingenieure. Dies spare Kraftstoff und schone die Umwelt. Steigt der Bedarf an Motorleistung, nimmt der dritte Brennraum innerhalb von nur 14 Millisekunden die Arbeit wieder auf, heißt es.

„Eine Technologie, die allen Ansprüchen gerecht wird: Das gibt es bei der Elektrifizierung der Mobilität nicht, denn dafür sind die Anforderungen zu unterschiedlich. Ford hat daher eine nuancierte Antriebsstrang-Strategie entwickelt, mit der unsere Kunden die richtige Lösung für ihre Anforderungen finden“, sagt Jörg Beyer, Direktor Produktenwicklung Ford Europa. „Wir leisten damit eine wichtige Hilfestellung, um den Einstieg in die Elektromobilität für SUV-Fahrer einfach und attraktiv zu gestalten.“

Der Kuga wird nicht nur „grüner“, sondern auch größer, wie die Maße belegen. Die neue Generation ist 44 Millimeter breiter und 89 Millimeter länger als der Vorgänger. Und der Radstand wächst um 20 Millimeter auf 2.710 Millimeter. Das SUV fährt in Deutschland in drei Ausstattungsversionen vor: Titanium, Vignale und ST-Line. Die Markteinführung der neuen Kuga-Generation ist für das Frühjahr 2020 geplant. Übrigens: Ford geht davon aus, dass 40 Prozent der europäischen Kuga-Verkäufe im Jahre 2020 auf die elektrifizierten Versionen entfallen werden.

„Wie sehr Ford den Menschen in den Mittelpunkt stellt, zeigt der komplett neue Kuga. Da wir ihn in enger Zusammenarbeit mit unseren Kunden entwickelt haben, überzeugt er mit einem schönen Design, einem vielseitigen Motoren-Angebot, hohem Komfort und fortschrittlichen Technologien“, sagt Stuart Rowley, Präsident Ford Europa.

Zurück zur Präsentation: Vielleicht haben die Ford-Strategen bei der Wahl des Schauplatzes auch ein bisschen an die Fußball-Fans gedacht. Denn Ajax Amsterdam ist wieder zurück auf der ganz großen Bühne. Der niederländische Traditionsklub hat sich erst kürzlich erdreistet, in der Champions League die Königlichen von Real Madrid aus dem Wettbewerb zu kicken. Mal schauen, ob auch der neue Ford Kuga das Zeug zu einem Champion hat. (Jutta Bernhard / mid, Ralf Loweg / mid)

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