Skoda Kodiaq RS, Karoq Scout und Sportline: sportlicher und robuster

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Von Heinrich Rohne

Skodas Sound-Designer haben ganze Arbeit geleistet: Der Kleine klingt wie ein Großer. Sobald man dem Skoda Kodiaq RS die Sporen gibt, tönt der Vierzylinder-Diesel auf einmal wie ein satt gurgelnder Sechsender. Dynamic Sound Boost nennt Skoda das zum ersten Mal verwendete Teil, das in der Nähe des Endrohres sitzt und den Klang der Abgasanlage verstärkt.

Der Motor macht im sportlichen Kodiaq RS aber nicht nur die Musik. Denn der  240 PS starke Zwei-Liter-Turbodiesel bringt richtig Power auf den Asphalt. Und obwohl dieser Biturbo ein alter Bekannter aus dem VW Tiguan ist und weder in Bezug auf Leistung und Beschleunigung im Kodiaq keine besseren Werte als der Wolfsburger aufweist – der Skoda macht gefühlt deutlich mehr Spaß.

Seine Kraft schöpft der Kodiaq RS im Wesentlichen aus dem zweistufigen Biturbo des Dieselmotors, des stärksten Seriendiesels, den Skoda zu bieten hat. Der erste Turbo ist auf schnelles Ansprechen schon bei niedrigen Drehzahlen ausgerichtet. Der zweite erreicht seinen optimalen Ladedruck bei höheren Umdrehungen. Dieses Prinzip sichert dem Kodiaq RS schon bei niedrigen Drehzahlen ab 1.750 U/min das volle maximale Drehmoment von 500 Nm. Entsprechend kraftvoll beschleunigt er auch schon sehr früh. Der serienmäßige Allradantrieb sorgt für die nötige Traktion, wenn der Sport-SUV loslegt und diesen Kodiaq in 6,9 Sekunden aus dem Stand auf Landstraßentempo bringt.  Die Höchstgeschwindigkeit des Kodiaq RS liegt bei 221 km/h. Der offizielle Verbrauch von 6,4 Litern liegt im Rahmen seiner Konkurrenten.

Exzellent sind das adaptive Fahrwerk, die Lenkung und das DSG des Kodiaq RS. Zum ruppigen Halbstarken wird er nicht mal im Sport-Modus – selbst dann pariert er schlechte Straßen noch mit einem komfortablen Ausfedern. Im Komfort-Modus reagiert er dann noch deutlich sanfter und bügelt so gut wie jedes Schlagloch weg. Die Progressivlenkung ist präzise und liefert genau den richtigen Widerstand. Ein Kurvenjäger wird der Kodiak als SUV trotz RS ohnehin nicht werden – aber er zirkelt genau nach Vorgabe um die Kurven.

Optisch ist der knapp 4,70 Meter lange Skoda Kodiaq RS eine Weiterentwicklung des Kodiaq Sportline. Der RS hat den gleichen unteren Teil des vorderen Stoßfängers, die gleichen Seitenschweller und schwarzen Zierteile als Fensterrahmen, Außenspiegel oder Dachreling. Einzig im RS gibt es die erstmals bei Skoda zu findenden 20-Zöller in den Radkästen, den ovalen Auspuff, die leuchtend rot lackierten 17-Zoll-Bremsen und den durchgehenden Reflektor am Heck. Auch innen gleicht der RS dem Sportline: Viel Platz vorne wie hinten, als 5-Sitzer mit 530 bis 1.960 Liter Laderaum gut dabei. Auf Wunsch gibt es den Kodiaq auch mit einer dritten Sitzreihe als 7-Sitzer.  Das wichtigste zum Schluss: Mit einem Einstiegspreis von 49.990 Euro bleibt der Kodiaq RS ganz knapp unter der 50.000-Euro-Marke.

Sportlicher wird es auch in dem kleineren Bruder des Kodiaq. So legt Skoda seinen Karoq nun auch in der Version Sportline auf. Darüberhinaus ist der Karoq als Scout zu haben. Aber schauen wir uns zunächst einmal die Sportline an. Zu erkennen ist diese Variante unter anderem an einem neuen gezeichneten Sport-Stoßfänger vorn und exklusiven, schwarz lackierten18-Zoll-Leichtmetallrädern. Zudem wird der Einstiegsbereich in Wagenfarbe lackiert, auch trägt der Sportline getönte Scheiben und eine schwarze Dachreling.

Der Sportline-Innenraum setzt auf schwarze Sportsitze mit silbernen Kontrastnähten und Lendenwirbelstützen. Das Multifunktions-Sportlenkrad trägt einen Bezug aus perforiertem schwarzem Leder, die Nähte sind silbern abgesetzt. Pedale mit Edelstahlapplikationen, ein schwarzer Dachhimmel, schwarze Dachsäulen sowie ein LED-Paket mit Ambientebeleuchtung runden den sportlichen Auftritt ab.

Auf Fahrdynamik setzten beim Sportline auch die Antriebsoptionen. Exklusiv vorbehalten bleibt dem Karoq Sportline der 190 PS starke 2.0 TSI-Motor mit Handschaltung und Frontantrieb. Als zweiter Benziner ist der 1.5 TSI mit 150 PS, optional mit DSG und Allradantrieb, zu haben. Auf der Dieselseite steht der 2.0 TDI mit 190 und 150 PS zur Wahl. Der große Diesel kommt generell mit DSG und Allrad, der kleine bekommt beides nur optional.

Beim neuen Karoq Scout fällt die robustere Optik ins Auge – mit chrom- und silberfarbenen Karosserieapplikationen, schwarzen Radhausverkleidungen sowie polierten 18-Zoll-Leichtmetallräder. Optional sind auch 19-Zöller zu haben. Auch im Innenraum darf sich der Scout von seinen Standardbrüdern absetzen. So trägt er neue Sitzbezüge und schwarz-braune Kontrastnähte. Mit Ausnahme der Vario-Flex-Rückbank tragen alle Sitze einen eingestickten Scout-Schriftzug.

Zu haben ist der Skoda Karoq Scout mit einem Benziner und zwei Diesel und stets mit Allradantrieb. Der 1,5 TSI-Benzinmotor leistet 150 PS und die Zwei-Liter-Diesel 150 und 190 PS.  Und die Preise: Der Karoq Sportline startet als Handschalter mit dem 150-PS-Benziner und Frontantrieb bei 30.520 Euro, den Karoq Scout gibt es in Verbindung mit dem 150-PS-Benziner, DSG und Allradantrieb ab 33.640 Euro. (autour24)

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