Großer Stromer mit Stern – das EQV Concept

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Mercedes will seine Elektro-Strategie in allen Bereichen durchziehen. Das bedeutet: Auch die V-Klasse bekommt einen stromgetriebenen Ableger namens EQV. Eine erste Studie zeigen die Schwaben als Weltpremiere auf dem Genfer Automobilsalon (Publikumstage 7. bis 17. März). Der Motor-Informations-Dienst (mid) hat schon vorab einen Blick darauf geworfen.

Es passt gut, dass die aktuelle V-Klasse nach ziemlich genau fünf Jahren eine leichte optische und eine deutliche technische Auffrischung erfahren hat. An die lehnt sich die E-Version an, wobei die Frontpartie die Aufgabe übernimmt, die alternative Antriebsart besonders deutlich zu signalisieren. Sprich: Die Designer haben die Bereiche um die Scheinwerfer genutzt, um das typische EQ-Gesicht zu realisieren, etwa mit schwarzen Panels und speziell geformten LED-Leuchten.

Der Rest der Studie namens EQV Concept ist V-Klasse pur, natürlich bis auf die E-typischen Anzeigen im Armaturenbrett. Das komplette Innenraum-Angebot ist weitestgehend identisch mit dem bei den Verbrennern – bei den Abmessungen, wie auch bei der Variabilität. Das ist möglich, weil die Akkus aus konzerneigener Fertigung komplett unterm Boden angebracht sind.

100 kWh liefern die Stromspender an den 150 kW starken Antrieb, das soll für eine Reichweite von rund 400 Kilometern gut sein. Die Spitze ist auf 160 km/h limitiert. Zunächst wird der EQV mit Frontantrieb gebaut, wegen des geringen Platzbedarfs für den Motor sind aber auch Versionen mit Heck- oder Allradantrieb machbar. Und weil die Batterie-Packs in Stufen skalierbar sind, sind auch Versionen mit geringerer Reichweite möglich. Schließlich muss nicht jeder Nutzer Energie für 400 Kilometer herzumfahren – dabei geht es ums Gewicht und ums Geld.

Intensiv nachgedacht wird bei Mercedes auch über die Möglichkeit einer Anhängevorrichtung, allerdings nicht für tonnenschwere Lasten, sondern etwa zum Montage von Fahrradträgern – schließlich ist die V-Klasse mit Verbrenner ein beliebter Untersatz für Familien und Freizeitsportler. Und dazu soll sich auch der Stromer entwickeln, dessen Serienversion schon im Herbst auf der Frankfurter IAA gezeigt wird. (Rudolf Huber, mid)

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