Altkanzler Gerhard Schröder gegen ein Tempolimit

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Gerhard Schröder, einst „Autokanzler“ genannt, hält nichts von maximal Tempo 130 auf Deutschlands Autobahnen: „Ich war schon als niedersächsischer Ministerpräsident immer gegen ein Tempolimit“, sagte laut „Automobilwoche“ der SPD-Politiker und Ex-Bundeskanzler dem „Spiegel“. „Und damals hatten wir noch keine Klimadebatte.“ Warum er dagegen sei? „Na, weil die Autos hierzulande so ausgelegt sind, dass man sie schnell fahren kann.“ Ein Tempolimit sei der falsche Weg, mit der für Deutschland so wichtigen Autoindustrie umzugehen.

An seine Parteifreundin Svenja Schulze verteilte der Altkanzler für ein TV-Interview schlechte Haltungsnoten: „Die Bundesumweltministerin hat neulich gezeigt, wie man es nicht machen sollte“, bemängelte er mit Blick auf Schulzes Auftritt in der ZDF-Sendung „Berlin direkt“ vom vergangenen Sonntag, wo sie zum Tempolimit gefragt wurde. „Und anstatt zu sagen, ich bin dafür oder dagegen, sagt sie, man werde einen Plan vorlegen in der Regierung, und man müsse die Dinge im Gesamtzusammenhang sehen.“ Das komme „so verklausuliert und so ängstlich“ daher. „Da muss man sich dann auch nicht wundern, wenn einen niemand mehr versteht“, urteilte Schröder.

Inzwischen hat die Umweltministerin, Wie die Automobilwoche schreibt, übrigens nachgelegt: Auf Facebook schrieb sie, sie sei „offen“ für ein Tempolimit und in einem Interview des Karrierenetzwerks „LinkedIn“ nannte sie es vorteilhaft für die Sicherheit. Ihre Zurückhaltung begründet Schulze damit, dass eine von der Regierung eingesetzte Arbeitsgruppe zum Klimaschutz im Verkehr erst mal in Ruhe arbeiten soll – dort sind Tempolimits Thema.

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