Airbus A 320 – im „Tiefstflug“ durch die Nacht

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Das erregte bei Nachteulen Aufsehen: Tief über der Erdoberfläche bewegte sich ein Flugzeug quer durchs nächtliche Deutschland. Die 630 PS starke Schwerlastzugmaschine Actros SLT von Mercedes-Benz zog die Passagiermaschine Airbus A 320. Die Reise des 60 Meter langen und 90 Tonnen schweren Fliegers begann in Tallinn in Estland. Dort war er bei einer harten Landung beschädigt worden. Der aufsehenerregende Transport des Flugzeugrumpfes dauerte rund elf Tage inklusive dreier Nächte quer durch Deutschland.

Die Fahrt gestaltete sich abwechslungsreich: Mit einer Lkw-Fähre ging es über die Ostsee zum Lübecker Seelandhafen. Von dort fuhr der Actros SLT-Schwertransport in drei Nächten über Hamburg, Magdeburg, Nürnberg und Stuttgart in den Nordschwarzwald. Zweimal musste der Airbus-Schwertransport die Autobahn wegen zu niedriger Brücken verlassen. Dazu fuhr der Actros SLT von der Autobahn auf eine Nebenstraße, wo der Fahrer den langen Zug rückwärts fahren musste, um über die andere Fahrtrichtung wieder auf die Autobahn einzufahren.

Zur Entladung wurde eine zweite Actros SLT-Maschine benötigt. Auf einem engen und steilen Waldweg zogen die Doppelpack-SLT den Airbus zu seinem neuen Standort auf den Übungsplatz des Kommandos Spezialkräfte in Calw. Dort dient der Airbus künftig als realitätsnahes Trainingsobjekt für die Sicherheit von Flugpassagieren. (mid)

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