Mercedes-Benz GLE: Jetzt mit sieben Sitzen

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Bei Mercedes-Benz läuft sich das Mittelklasse-SUV GLE warm. Die vierte Generation des erfolgreichen Geländewagens, der im nordamerikanischen Daimler-Werk in Tuscaloosa von den Bändern rollt, bringt eine ganze Reihe von Neuheiten auf die Straßen, wenn sie Ende Januar 2019 an den Start geht. Zwei Motorisierungen, ein Diesel mit vier und ein Benziner mit sechs Zylindern, sind zunächst im Angebot, ein Duo mit umgekehrter Zylinderzahl (Vierzylinder-Benziner, Reihensechszylinder-Diesel) soll später folgen. Die Preisliste beginnt aktuell bei 65 807 Euro für den GLE 300 d 4Matic.

Zugenommen hat das Transportvolumen. Dank des um acht Zentimeter auf fast drei Meter gewachsenen Radstands hat nun eine dritte Sitzreihe im Heck Platz bekommen. Die Länge ist unterdessen um 10,5 Zentimeter auf 4,92 Meter gestiegen. Die Sitze am Ende des Wagens kosten jedoch Kofferraumvolumen, 630 Liter Gepäck lassen sich einladen, wenn fünf Passagiere an Bord sind, 60 Liter weniger als beim Vorgänger. Mehr als dieser schafft der neue GLE jedoch weg, wenn die Lehnen der zweiten und dritten Reihe umgeklappt werden, dann passen 2055 Liter ins Fracht-Kompartment, er übertrifft das bisherige Modell um 45 Liter.

Neu ist der Interieurassistent, der auf die Handbewegungen von Fahrer und Beifahrer reagiert und auf dem berührungssensitiven Bildschirm fein zu unterscheiden weiß, ob nun der Chauffeur oder dessen Co-Pilot etwa die Beheizung oder die Massagefunktion ihrer jeweiligen Sitze bedienen möchte. Eine verbesserte Innenraumbeleuchtung zählt ebenso zu den innovativen Ideen für den Assistenten, greift der Fahrer Richtung Beifahrersitz, um dort Dinge wie Schlüssel oder das Parkticket zu finden, erhellt bei Dunkelheit ein Innenraum-Spot die Fläche und erleichtert so die Suche.

Vor allem aber bekommt der neue GLE deutlich verbesserte Geländeeigenschaften. Zum ersten Mal wird die neunstufige Automatik um eine Off-Road-Untersetzung erweitert, die Traktion und Steigfähigkeit unterstützt. Ausschließlich dem Spitzenmodell GLE 450 4Matic für 72 650 Euro bleibt die E-Active Body Control zum Aufpreis von gut 7000 Euro vorbehalten, bei der eine Luftfederung mit einem aktiven Federungs- und Dämpfungssystem zusammenarbeitet. Dies bringt nicht nur im Gelände erheblich höheren Fahrkomfort, auch auf befestigten Straßen sollen Federungseigenschaften und Spurstabilität deutlich gewinnen, da jedes Rad individuell angesteuert werden kann. Die Kombination ermöglicht außerdem die sogenannte Curve-Funktion, bei der sich die Karosserie um bis zu drei Grad in die Kurve legt. Für extreme Einsätze kann die Federung das Mercedes-SUV in Wippbewegungen versetzen, um ein Freikommen nach dem Festfahren im Sand zu erleichtern. Theoretisch ließe sich dank der E-Active Body Control auch ein Rad – ähnlich wie einst beim Citroen DS – ohne Wagenheber wechseln. Grundlage für die elektrische Federung ist ein 48-Volt-Bordnetz, das von einer Lithiumionen-Batterie mit 100 Ah gespeist wird.

Dem 3,0-Liter-Reihensechszylinder dient der Akku außerdem als Energiequelle für einen Mild-Hybrid-Antrieb. Der unterstützt bei Leistungsbedarf den 367 PS (270 kW) starken Benziner (Drehmomentspitze 500 Newtonemter) über einen Starter-Generator kurzfristig mit 22 PS (16 kW) und weiteren 250 Nm Drehmoment. Der GLE 450 4Matic sprintet so in 5,7 Sekunden von 0 auf 100 km/h und erreicht abgeregelte 250 km/h als Höchstgeschwindigkeit. Der Verbrauch des unbeladen 2220 Kilogramm schweren SUV bewegt sich dennoch im Bereich hochmotorisierter Sportwagen. 9,4 Liter Benzin gibt Mercedes als Normwert an, das entspricht 214 Gramm CO2 pro Kilometer. (ampnet/mk)

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