Kodiaq Scout: Ein Trip ins Abenteuerland

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Wenn Skoda zur Tour ins Abenteuerland ruft, stehen wilde und dünn besiedelte Landstriche Europas auf dem Programm. Der „Euro Trek 2018“ führt von Bulgarien nach Mazedonien, von Sofia nach Skopje. Für Vortrieb sorgt ein echtes Erfolgsmodell der Marke: der Kodiaq Scout.

SUV sind weichgespülte Geländewagen, die nicht viel mehr können, als über etwas höhere Randsteine zu kraxeln – so lautet eines der Vorurteile bezüglich der seit Jahren besonders beliebten Fahrzeugklasse, zu der auch der Skoda Kodiaq gehört. Der hat sich innerhalb kürzester Zeit zu einem der beliebtesten Modelle der Marke gemausert, knapp 80 Prozent der in Deutschland ausgelieferten Kodiaqs sind mit Allradantrieb ausgerüstet. Klar ist: Die wenigsten SUV-Fahrer werden ihrem Fahrzeug im Alltag das zumuten, was der Kodiaq Scout 2,0 TDI SCR DSG 4×4 beim insgesamt dritten Euro Trek leisten muss. Dennoch ist es gut zu wissen, was dieser SUV alles kann.

Ob aufgeweichte Waldwege mit tiefen Spurrillen oder staubige und steinige Gebirgsstrecken – der Kodiaq Scout erweist sich als treuer Begleiter, der sich durch nichts so schnell stoppen lässt. Rund 800 Kilometer lang ist die Strecke mit Start im bulgarischen Sofia, davon führen etwa 130 Kilometer hinunter von der Straße, rauf auf unbefestigte Pisten.

Unsere einheimischen Allrad-Reiseführer, die privat japanische Geländewagen mit Zusatz-Offroad-Equipment fahren, das teurer ist als das Fahrzeug selbst, wären vor dieser Tour nie auf die Idee gekommen, die teils sehr anspruchsvollen Passagen mit einem SUV von der Stange zu meistern. Dementsprechend stellen sie dem Kodiaq Scout durchweg sehr gute Zeugnisse aus. Er kann viel mehr, als die Offroad-Experten erwartet hatten. 53.750 Euro kostet das gefahrene Top-Modell mit allerlei Sonderausstattung, etwa Canton-Soundsystem, Parkassistent mit Rundumsicht-Kamera, schwenkbarer Anhängerkupplung und vielem mehr. Die Basis-Version des Scout ist ab 37.250 Euro zu haben, Allrad ist bei der Modell-Variante immer an Bord.

Der Zwei-Liter-TDI leistet 140 kW/190 PS, ist durchzugsstark und dank Fahrprofilauswahl und Offroad-Assistenten für alle Gegebenheiten gerüstet. Schnellere, kurvige Landstraßen- oder Autobahn-Passagen lassen sich am besten im Sport-Modus bewältigen, da hier die Gasannahme spontaner ist und die Fahrstufen des Siebengang-DSG weiter ausgedreht werden. Im Eco-, Komfort- oder Normal-Modus lässt es sich dagegen gemütlich dahingleiten, und im Offroad-Modus passen sich Dämpfer und ABS dann den schlechteren Bedingungen an. Der Durchschnittsverbrauch von etwa 9,5 Liter ist vor allem den Geländefahrten geschuldet, wo der Bordcomputer auch 13 Liter und mehr berechnet. Unter Normal-Bedingungen in der Stadt sollte sich der Kodiaq als spürbar weniger durstig erweisen.

194 Millimeter Bodenfreiheit verhindern, dass der Kodiaq Scout allzu früh an seine Grenzen kommt, wenn der Boden unter ihm weich ist und andere Fahrzeuge im Gelände bereits tiefe Furchen gezogen haben. Sein Rampenwinkel beträgt 19,7 Grad, die Böschungswinkel liegen dank der kurzen Überhänge bei 22 und 23,1 Grad.

Der serienmäßige Triebwerkunterbodenschutz erschwert Beschädigungen an Unterboden, Motor, Leitungen und Kabeln. Auf der gesamten Tour zeigt sich nur eine Schwachstelle: die Reifen. Spitze und scharfkantige Steine am Wegrand schlitzen mehrmals die Pneus auf. Zum Glück hat jeder Tourteilnehmer ein Ersatzrad auf dem Dachgepäckträger, und auch die Servicefahrzeuge haben genügend Material an Bord, damit der Trek sein Zeil erreicht.

Auf der Route nach Skopje, die durch atemberaubende Landschaften führt, etwa vorbei am Vitosha-Gebirge Richtung mazedonischer Grenze, stehen die ersten Offroad-Abschnitte im Roadbook, die Mensch und Material beanspruchen. Tag 2 ist mit rund 80 Kilometern abseits befestigter Straßen und etwa 200 Kilometern auf Asphalt ein Marathon-Tag: Knapp 13 Stunden inklusive geplanter Pausen und Reifenwechsel-Zwangspausen dauert die Etappe, die an den Rand des Nationalparks Pelister, östlich des Prespa Sees führt.

Wir durchqueren das Tikvestal, wo das Herz des mazedonischen Weinanbaus schlägt. Die Hälfte der mazedonischen Weintrauben wird nach Deutschland exportiert. Kavadarci ist mit 80.000 Einwohnern die Weinhauptstadt der Region und lädt Durchreisende zu einem Zwischenstopp ein – wer nicht selber fährt, sollte hier unbedingt den regionalen Wein probieren.

Zum Schluss der Etappe wird Dunje erreicht. Das Dorf war einst landwirtschaftlich geprägt, ist aber inzwischen weitgehend verlassen – wie viele kleine Dörfer in Mazedonien. Fast 500 Dörfer im Land haben inzwischen nur noch zehn oder weniger Einwohner. Die verfallenen Steinhäuser lassen kaum noch erahnen, dass hier einmal wohlhabende Landwirte lebten.

Tag 3 des Skoda Euro Trek 2018 steht auf dem Weg in die Hauptstadt Skopje im Zeichen der Nationalparks: Pelister, Galiica und Mavrovo werden durchquert und bieten Natur pur. Außer der Kodiaq-Karavane, die sich durch die Landschaft schlängelt, sind hier nur wenige Menschen unterwegs. Obwohl die Region für jeden Naturliebhaber ein absolutes Highlight ist. Am meisten überraschen und beeindrucken die Vielfalt und der Abwechslungsreichtum der Landschaft: schroffe Gebirgsregionen, roter Sand, der an Australien erinnert, satt-grüne Hügel wie in Schottland, all das ist zu entdecken. Der Kodiaq Scout erweist sich dabei als zuverlässiger Partner, mit dem sich die Schönheit Mazedoniens erfahren lässt. (Mirko Stepan, mid)

Kommentieren Sie den Artikel

Please enter your comment!
Please enter your name here