Ford Mustang Bullitt: Coolness auf Rädern

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Am Steuer saß einer der Coolsten aller Zeiten. die damit gefahrenen Stunts schrieben vor 50 Jahren Filmgeschichte. Und ab August 2018 lebt der Mythos „Ford Mustang Bullitt“ auch in Deutschland wieder auf: Am Vorabend des Genfer Autosalons feierte eine ganz besondere Sonderedition des Ford Mustang Europapremiere. Sie erinnert leistungs- und lautstark an Hollywood-Legende und „King of Cool“ Steve McQueen. Bestellen können Fans hochpotenter V8-Sportwagen den Bullitt-Mustang ab Mai, die Produktion für Europa startet im Juni, und ab August lassen dann 464 Pferdestärken die Herzen der Mustang-Fans höher schlagen. Zur Eurpapremiere stellte Ford nur nüchtern fest: „Der Verkaufspreis wird rechtzeitig vor der Markteinführung bekanntgegeben.“

Der Rest sind große Emotionen. Beispiel Optik: Selten hatte der abfällige Begriff „Fehlfarbe“ so große Aussichten, im Zusammenhang mit einem bestimmten Automodell oft zu fallen. Denn den Ford Mustang Bullitt wird es nicht nur im legendären Originalton des einstigen Filmautos von 1968 geben, genannt „Dark Highland Grün“. Sondern: Man kann das moderne Muscle Car ab August auch in „Iridium-Schwarz Mica“ vom Hof deutscher Händler fahren. Wie tröstlich, dass trotz der farblichen Verfehlung dann der Motorsound stimmen wird: Die aktive Klappen-Auspuffanlage unterstützt beim Sondermodell „Bullitt“ serienmäßig das charakteristische Brabbeln des mächtigen 5,0-Liter-V8 unter der hoffentlich grünen und nicht schwarzen Motorhaube.

Über den Antrieb der deutschen Ford Mustang Bullitt-Edition ist bereits einiges bekannt. Das Kraftpaket leistet voraussichtlich 341 kW/464 PS und drückt mit der Wucht von 526 Newtonmetern Drehmoment auf den Antriebsstrang. Das heißt: Bullitt-Besitzer werden das V8-Kraftpaket etwas mehr drehen lassen müssen, denn dem Leistungsplus von 464 zu 421 PS im Vergleich zum serienmäßigen Mustang Fastback steht etwas weniger Drehmoment gegenüber: Vier Newtonmeter weniger als die serienmäßigen 530 Nm. Zur Anpassung des Motors an die legendenumwobene Bullitt-Sonderedition hat Ford ein Open Air Induction System, einen Einlasskrümmer mit 87 Millimeter Drosselklappen-Durchmesser und eine spezielle Kalibrierung der Antriebsregelung implantiert. Ebenfalls legendärer Organspender hierfür: Der Shelby Mustang GT350.

Dem Thema Sound haben sich die Entwickler des Ford Mustang Bullitt ganz besonders gewidmet. Das beginnt beim 1.000 Watt starken Premium-Soundsystem vom europäischen Hifi-Spezialisten B&O mit zwölf Hochleistungs-Lautsprechern und dreht sich vor allem um den Verbrennungsmotor: Eine neuentwickelte Drehzahlanpassung soll nicht nur sehr sanfte Gangwechsel bringen, sondern ein besonders sportliches V8-Fauchen beim Herunterschalten.

Mit diesen Zutaten hat der Bullitt-Mustang der Moderne gute Aussichten, standesgemäß an eine wahre Legende auf Rädern zu erinnern – also an jenes Pony Car Ford Mustang, das zusammen mit Titelheld Steve McQueen vor nunmehr exakt 50 Jahren die Hauptrolle im Hollywood-Klassiker „Bullitt“ spielte. Davon ist der Chef-Designer des aktuellen Ford Mustang, Darrell Behmer, überzeugt. Bei der Europa-Premiere des Bullitt-Mustang in einem Genfer Hotel sagte er: „Dem neuen Mustang ‚Bullitt‘ gelingt, was schon Steve McQueen auszeichnete: Er wirkt cool, ohne sich dafür anstrengen zu müssen. Aus Designer-Sicht ist dies mein Lieblings-Mustang – ohne Zierstreifen, Spoiler und Embleme. Er braucht nichts herauszuschreien – er ist einfach serienmäßig cool.“

Mit dieser Coolness soll das Mustang-Sondermodell Emotionen wecken – und Erinnerungen an den legendären Mustang GT Fastback, der in dem 1968 gedrehten Thriller „Bullitt“ mit Steve McQueen sozusagen die blecherne Hauptrolle spielte. In die Kinogeschichte ist eine bestimmte Szene des Films eingegangen, die gleichzeitig die wohl bekannteste Auto-Verfolgungsjagd aller Zeiten ist: Sage und schreibe zehn Minuten am Stück, in denen Steve McQueen am Steuer eines Mustang GT Fastback zwei Killern durch San Francisco hinterherhetzt. Cineasten zählen diese wilde Straßen-Jagd bis heute zu den größten und besten Film-Sequenzen dieses Genres. Neben umfangreicher Serienausstattung erinnert die neue Sonderedition Ford Mustang Bullitt – nach 2001 und 2008 die dritte ihrer Art – mit vielen Details ans legendäre Film-Vorbild. Dazu zählen dezente Chrom-Akzente am exklusiven, schwarzen Kühlergrill und um die vorderen Seitenscheiben. Ein Bullitt-Logo wurde spärlich eingesetzt: Es ist nur mittig am Heck zu sehen.

Zur feierlichen Enthüllung des Bullitt-Mustang kamen Chase und Madison McQueen nach Genf, Enkel und Enkelin von Steve McQueen. „Bei uns zuhause stehen überall Erinnerungen an die Rolle unseres Großvaters in ‚Bullitt‘. Wir haben den Film wer weiß wie oft gesehen. Deshalb ist es eine ganz besondere Erfahrung, beim Debüt der dritten Mustang ‚Bullitt‘-Generation hier in Europa dabei zu sein“, verriet Chase McQueen. Seine Schwester Madison McQueen erzählte über die emotionale Verbundenheit ihrer Familie mit Ford: „Unser Vater Chad hat uns auf den kalifornischen Küstenstraßen in Fahrzeugen der Marke Ford das Autofahren beigebracht. Dass wir jetzt mit ihm und dem Mustang ‚Bullitt‘ arbeiten, ist großartig. Noch begeisterter bin ich darüber, dass Ford und die Steve McQueen-Stiftung kürzlich bei einer Versteigerung des ersten neuen Mustang ‚Bullitt‘ mit der Seriennummer 001 für einen guten Zweck 300.000 US-Dollar erlöst haben.“ (Ralf Schütze, mid)

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