Die ehrgeizigen Pläne von Lexus: der UX

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Wie Toyotas Edel-Tochter Lexus sich ein urbanes Crossover-Modell vorstellt, ist jetzt auf dem Genfer Automobilsalon zu sehen. Das Modell mit dem Buchstabencode UX soll ab 2019 in Deutschland zusätzliche Kunden zu dem Premiumableger des Konzerns locken und pro Jahr mehr Kunden finden als gegenwärtig der NX. Deutschland-Chef Heiko Twellmann hat nämlich ehrgeizige Pläne.

Die sehen zum Beispiel vor, dass seine Marke um das Jahr 2020 hierzulande jährlich mindestens 5000 Fahrzeuge absetzt. Vergangenes Jahr waren es 3000. Da sich Lexus etablierte Premiummarken aus Deutschland als Wettbewerber ausgesucht hat, wird das schwer genug. Auf der Importeursseite haben zusätzlich zum Beispiel Jaguar und Volvo die Parole ausgerufen, Audi, BMW und Mercedes Kunden abspenstig zu machen. Da die Lexus-Händlerzahl deutschlandweit noch im unteren zweistelligen Bereich verharrt, sind gewiss erhebliche Anstrengungen vonnöten, um das gesteckte Ziel zu erreichen.

Dabei kommt die gegenwärtige Diesel-Debatte den Japanern nicht ungelegen. „Wir verkaufen seit Dezember 2013 keine Diesel mehr“, sagt Twellmann selbstbewusst, jedes Auto seiner Modellriege sei auch in einer elektrifizierten Variante zu haben. Zur Wahrheit gehört aber auch, dass keine Plug-in-Hybride dabei sind, die in der Regel bis zu 50 Kilometer rein elektrisch schaffen. So müssen sich die Insassen eines Hybrid-Lexus mit dem begnügen, was der Verbrennungsmotor an elektrischer Energie abwirft. Komplett schadstofffrei ist so nur die Distanz zum Bäcker oder zur nächsten Waschstraße zu schaffen. Ein Zwei-Liter-Vierzylinder kommt sowohl in der konventionell angetriebenen Variante als auch im Hybrid zu Einsatz.

„Agil und dynamisch“ soll der neue Konkurrent für BMW X1 oder Audi Q3 sein, verspricht Twellmann, was auf den niedrigen Schwerpunkt zurückzuführen sei. Das neue CVT-Getriebe werde die Insassen überdies mit einem verbesserten Ansprechverhalten überraschen. In der Vergangenheit war bei den stufenlosen Schaltboxen immer wieder die zähe und geräuschvolle Art kritisiert worden, der in CVT-Autos den Tempoaufbau begleitet. Einen burschikosen Charakter bekommt der kompakte Fünftürer durch schwarze Einfassungen der Radhäuser und ein scharf akzentuierten Spindelgrill an der Front.

Der ist inzwischen zum wichtigsten Erkennungsmerkmal der Lexus-Fahrzeuge geworden, nur einen davon wird man aller Voraussicht nach nicht in Deutschland antreffen: Mit der Studie LF-1 Limitless will die Marke in Genf die Publikumsreaktion auf ein Maxi-SUV testen, dessen Länge sich an der Fünf-Meter-Limousine LS orientiert und dessen Interieur das gleiche Komfortniveau bieten soll, wie das Spitzenmodell. Das besondere an der Studie ist, dass das Antriebskonzept variabel ausgelegt ist. Die Fahrzeugarchitektur lasse es zu, erläutert Twellmann, es ganz konventionell mit Benzinmotor anzutreiben, jedoch auch Optionen für rein elektrischen Antrieb, Hybrid- oder Plug-in-Hybrid zu ziehen. Selbst der Antrieb per Brennstoffzelle sei möglich. Wenn die Studie zu einem Serienmodell werden sollte, zielt es zunächst auf den US-Markt, wo SUV dieser Größenordnung im Straßenverkehr nicht besonders auffallen.

Auf dieses Maß kommt der dritte Neuling zwar nicht, aber das Modell RX-L ist immerhin um 110 Millimeter gestreckter als die bekannte Basisversion. Mit einer dritten Sitzreihe komme Lexus vielfach geäußerten Kundenwünschen nach, berichtet Twellmann. Die Lehnen dieser Zusatzplätze sind serienmäßig elektrisch umlegbar, was die Nutzung der Ladefläche für verschiedene Volumina entsprechend erleichtert. Die Hybridvariante nutzt einen 3,5 Liter großen V6-Benziner sowie zwei Elektromotoren, so dass eine Systemleistung von 230 kW / 313 PS verfügbar ist. Der Lexus-Chef ist überzeugt: „Wir haben den richtigen Antrieb für die nächsten Jahre.“ (ampnet/afb)

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