Beach Boys, Hippies und der Dünen-Käfer

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Es war in den Sechzigern, damals, als die Beach Boys vielstimmig „Fun, Fun, Fun“ und „Help me Rhonda“ trällerten und die Flower-Power-Bewegung zigtausende Hippies nach Kalifornien lockte. Und es war fast ein Muss, Blumen in den Haaren zu tragen – vor allem, wenn man nach San Francisco kam: Scott McKenzie sang “Be sure to wear flowers in your hair”. Und damals war es auch so, dass nicht nur mit Brettern gesurft wurde, sondern auch mit Dune Buggys. Jenen vom Kalifornier Bruce Meyers erfundenen Spaß-Autos, aufgebaut auf einem gekürzten VW-Käfer-Fahrgestell und einer darauf verschraubten Kunststoff-Karosserie.

Dune Buggys sorgten damals für ein endloses Summer-Feeling – und das will Volkswagen nun zurückholen, mit dem Crossover-Modell Beetle Dune. Als Coupé und Cabriolet soll der „Dune“ dafür sorgen, dass die Sommer gut und die Winter besser werden. Mit kraftvoll dimensionierten Karosserie-Anbauteilen und breiten Reifen im Stile der Dune Buggys. Individualisierung bedeutet in diesem Fall aber auch Veredelung. Und deshalb zeigt der „Dune“ innen wie außen exklusive Ausstattungsfeatures. Damit folgt er einer Tradition, die bei Volkswagen einst mit den Käfer Cabriolets von Hebmüller und Karmann begann. Schon 1949, vor 77 Jahren, bewiesen diese Open-Air-Versionen des Käfer, dass ein knackig-freches Lifestyle-Modell auch auf der Basis von Großserientechnik möglich ist. Daran hat sich bis heute nichts geändert. Für Volkswagen markiert der Beetle Dune einen Auftakt: Die komplette Modellreihe soll fortan eine einzige Hommage an den Spaß am Fahren sein. Welches Automobil könnte das besser als der Beetle – das unkonventionellste Auto der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft.

Wer sich für den zwischen 105 PS und 220 PS starken Beetle Dune entscheidet, kauft mehr als ein Auto – es ist ein Lebensgefühl. Es ist die Freiheit, individueller unterwegs zu sein als der Mainstream. Vor allem dann, wenn der „Dune“ in der eigens für ihn entwickelten Farbe: „Sandstorm Yellow Metallic“ bestellt wurde. „Beetle“, „Dune“, „Sandstorm Yellow Metallic“ – viele Anglizismen für ein deutsches Auto. Doch das ist okay so, weil der Beetle längst ein Globetrotter ist; konstruiert und designed in Deutschland; gebaut und adoptiert in Mexiko; geliebt in Asien, Europa und, wie zu allen Zeiten, in den USA. Dort wurde nicht nur der Dune Buggy und damit der zweite Namensteil des Beetle Dune erfunden, sondern auch der erste: „Beetle“. Es war die New York Times, die den Volkswagen in einer Story am 3. Juni 1938 als „shiny little beetle“ bezeichnete.

Der Beetle Dune ist eine eigenständige Linie innerhalb der Modellreihe. Zu erkennen ist das Crossover-Modell an seiner um 10 Millimeter erhöhten Bodenfreiheit (mit Schlechtwegefahrwerk), der um 7 Millimeter (vorne) und sechs Millimeter (hinten) verbreiterten Spur, den schwarzen Radlauf- und Schwellerverbreiterungen, 18-Zoll-Leichtmetallfelgen des Typs „Canyon“, den eigenständigen Stoßfängern mit Diffusoren für die Front- und Heckpartie, den verkleideten Seitenschwellern und „Dune“-Schriftzügen im Bereich der Silhouette. Ein Crossover der Neuzeit; frontgetrieben und effizient; robust wie einst die Dune Buggy, edel wie ein Hebmüller und Karmann.

Die überwiegend neu gestaltete Frontpartie zeigt Selbstbewusstsein. Geblieben sind die ikonenhafte Grundstilistik und die typischen Rundscheinwerfer. Gleich drei Elemente dominieren den Heckbereich: der große Spoiler, die neu mit dem Beetle Dune eingeführten LED-Rückleuchten (Serie) und der ebenfalls neu gestaltete Stoßfänger. Der Heckspoiler, oben glänzend schwarz und nach unten hin in Wagenfarbe lackiert, optimiert die Abtriebswerte an der Hinterachse.

Bestellt werden kann der Beetle Dune in sieben Farbtönen. Neu sind das „Sandstorm Yellow Metallic“ und „White Silber“. Darüber hinaus stehen „Dark Bronze Metallic“, „Schwarz“, „Pure White“, „Platinum Grey Metallic“ und „Deep Black Perleffekt“ zur Verfügung.

Der Beetle ist anders. Das war er immer. Und das gilt auch für das Interieur. Da ist die relativ steil stehende Frontscheibe, die an die Welt der Klassiker erinnert. Da ist das Dash Pad, das innovative Technologien und Bedienelemente mit lackierten Oberflächen und einem Handschuhfach à la luftgekühltem Käfer verbindet. Da sind die optionalen Zusatzinstrumente oben auf der Instrumententafel, die eine Brücke zu Sportwagen schlagen. Da ist viel Raum und Komfort für vier Personen. Zur erweiterten Interieur- und Funktionsausstattung des Beetle Dune gehören im Vergleich zur bereits gehobenen Ausstattungsversion „Design“ (inkl. Klimaanlage) über die optische Individualisierung hinaus folgende Details: automatische Fahrlichtschaltung (mit Tagfahrlicht, „Leaving home“-Funktion und manueller „Coming home“-Funktion), Sportsitze mit Lendenwirbelstützen vorn, Sitzheizung vorn, beleuchtete Make-up-Spiegel, zwei Leseleuchten vorn (mit Kulissenbeleuchtung), Geschwindigkeitsregelanlage, automatisch abblendender Innenspiegel, Regensensor, beheizte Scheibenwaschdüsen vorn, ParkPilot und Berganfahrassistent. Optional stehen zudem Leder-Sportsitze (Typ „Vienna“) in „Titanschwarz“ zur Verfügung.

Volkswagen bietet den Beetle Dune in fünf Euro-6-Motorversionen an: drei Benziner (TSI) und zwei Diesel (TDI). Es sind Vierzylinder-Direkteinspritzer mit Turboaufladung; stets serienmäßig an Bord ist ein Start-Stopp-System plus Rekuperationsmodus sowie ein 6-Gang-Schaltgetriebe. Die TSI entwickeln 105 PS, 150 PS und 220 PS. Die TDI leisten 110 PS und 150 PS. Bis auf den 110-PS-TDI können alle Motoren mit einem automatischen 6- oder 7-Gang-Doppelkupplungsgetriebe (DSG) kombiniert werden.

Die Preise starten bei 23 925 Euro für den kleinsten Benziner, der schwächere Diesel kostet ab 26 650 Euro. Die vergleichbaren Cabrios stehen für 28 150 und 30 875 Euro in der Preisliste. Spitzenmodell für 35 825 Euro ist das 220 PS starke Cabrio mit Sechsgang-DSG. (autour24/khf)

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