Plug-in Hybrid Outlander : Flüster-SUV fürs grüne Gewissen

 

Von Klaus H. Frank

Es ist ein ausgesprochen beruhigendes Gefühl, mit einem Geländewagen (heute SUV) rein elektrisch – und damit nahezu lautlos – durch grüne Landschaften zu gleiten, ohne dabei Gänseblümchen oder Marienkäfer mit umweltschädlichen Auspuffgasen zu vergiften. Richtig gut kann dies der „Teilzeit-Stromer“ Mitsubishi Plug-in Hybrid Outlander, ein Musterknabe dieser Gattung. Jetzt erhält er ein dynamischeres Outfit mit schickem Kühlergrill, LED-Leuchten, hochwertigen Materialien im Innenraum und weiteren technischen Raffinessen, wie Auffahrschutz und einer 360-Grad-Kamera zur besseren Übersicht beim Einparken.

Für seine Beliebtheit und seinen Erfolg steht eine simple Zahl: 70 Prozent beträgt der Verkaufsanteil des Plug-in Hybrid Outlander europaweit in seinem Segment – ein Hammer-Wert. 130 Details haben die japanischen Tüftler bei der neuen Generation verbessert, rund 40 zur Dämmung von Geräuschen und Vibrationen – kaum zu glauben, wie ruhig er nun läuft. Unverändert ist der Preis: 39 900 Euro kostet des Basismodell. Zum Vergleich: Ein BMW X5 xDrive 40e (er fährt nur 31 Kilometer rein elektrisch) kostet 68 400 Euro.

Wer mit dem Outlander morgens ins Büro fährt, darf gewiss sein, dass die vollgeladene, 200 Kilo schwere Lithium-Ionen-Batterie (12 kWh) mit einer garantierten Lebensdauer von acht Jahren oder 160 000 Kilometer die beiden Elektromotoren an Vorder- und Hinterachse über eine Distanz von 52 Kilometern zuverlässig mit Strom versorgt. Das sollte einem Pendler in der Regel reichen, ohne am Arbeitsplatz über eine normale Steckdose die Batterie nachladen zu müssen. Das würde etwa fünf Stunden dauern, an einem Schnellladegerät sogar nur 30 Minuten (bis 80 Prozent Kapazität). Falls der „Saft“ dennoch ausgeht, dann schlummert quasi als Joker ein Zweiliter-Benziner mit 121 PS unter der Motorhaube. Er treibt die Vorderachse an und ermöglicht gemeinsam mit den beiden E-Motoren (je 82 PS) in Front und Heck eine Reichweite von 800 Kilometer. Die drei Triebwerke harmonieren perfekt als Allradantrieb, ohne dass der Fahrer vom Zusammenspiel etwas mitbekommt. Der Verbrauch soll unter Idealvoraussetzungen dann bei 1,8 Litern (CO2 42 g/km) liegen.

Ist aller Strom verbraucht, dann wirkt der Benziner (0 auf 100 in 10,6 Sekunden, Spitze 190 km/h, Verbrauch 6,7 Liter) mit 195 Nm ab späten 4100 Touren etwas schwach auf der Brust. Viel- und Langstreckenfahrern sei deshalb der 2.2-Liter-Diesel mit 150 PS und 380 Nm (0 auf 100 zehn Sekunden, Spitze 200 km/h) empfohlen. Sein Basis-Preis 31 490 Euro. Der Normverbrauch von 5,1 Litern ist zwar nicht ganz so elektrisierend wie beim Plug-in Hybrid, kann sich aber durchaus sehen lassen.

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