Der kleinste Jeep ist eine große Nummer

75 Jahre und kein bisschen leise. Das möchte man von Jeep behaupten, der amerikanischen Marke, die Synonym ist für alle Offroader. Denn es ist noch gar nicht so lange her, da hießen im ganz normalen Sprachgebrauch alle Geländewagen einfach nur Jeep.

Zum 75. Geburtstag ist die amerikanische Kult-Marke erfolgreich wie nie zuvor. Im Jahr 2014 verkaufte die zum Fiat-Chrysler-Konzern gehörende Marke zum ersten Mal mehr als eine Million Fahrzeuge – und es geht munter voran. Denn Jeep hat seit letztem Jahr ein Modell im Portfolio, das bei den Verkäufen richtiggehend boomt und sogar Jeeps Superstar Grand Cherokee überflügelt hat. Es ist der Renegade, ein 4,26 Meter kleiner Offroader, der stark an seinen Ur-Vater Willys Jeep erinnert und sich die Allrad-Plattform mit dem braven Konzernbruder Fiat 500X teilt. Gebaut wird der Italo-Amerikaner im süditalienischen Melfi.

Topmodell bei den Renegades ist der Trailhawk, der sich von seinen zahmeren Brüdern durch einen etwas martialischeren Auftritt mit robusterer Front- und Heckschürze, größeren Böschungs- und Rampenwinkeln sowie abgedunkelte Seiten- und Heckscheiben unterscheidet. Die Bodenfreiheit ist um 10 Millimeter auf 210 Millimeter erhöht. Dank des „Active Drive Low“-Allradantriebs mit der Traktionskontrolle Selec Terrain entwickelt der kleine Racker erstaunliche Kraxel-Eigenschaften. Vor allem im Modus „Rock“, bei dem permanent alle vier Räder angetrieben und das Hinterachs-Differenzial automatisch gesperrt wird. Damit soll er sogar den extremen Rubicon-Trail in Kalifornien schaffen, auf dem Felsbrocken in Kinderwagengröße zu überwinden sind. Eine echte Geländeuntersetzung besitzt der Trailhawk zwar nicht, dafür hat er eine kürzere Achsübersetzung, was gemeinsam mit dem kurzen ersten Gang der Neunstufen-Automatik in etwa den gleichen Effekt wie ein Kriechgang hat.

Die Renegade-Familie fährt ausschließlich mit Fiat-Triebwerken. Der Trailhawk wühlt sich mit einem 170 PS starken, akustisch ziemlich rauen Zweiliter-Diesel durchs Gelände, besitzt mit 350 Nm ausreichend Kraft, beschleunigt in 8,9 Sekunden auf 100, schafft eine Spitze von 196 km/h und soll nach Norm 5,9 Liter verbrennen. Der Preis für das Top-Modell: 31 900 Euro. Ab sofort ist auch der Top-Benziner mit 170 PS, Neunstufenautomatik und Allradantrieb für 29 600 Euro lieferbar. Die Fahrwerte sind in etwa identisch. Generell starten die Renegade-Preise bei 19 900 Euro für den 1,6-Liter Einstiegsbenziner mit 110 PS. Dafür gibt es allerdings nur Frontantrieb und ein Fünfgang-Handschaltgetriebe.

 

 

 

 

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