VW Tiguan (alt) – heißer Tipp zum Schnäppchenpreis

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Von Klaus H. Frank

Kaum zu glauben: Der neue VW Tiguan rollt am 25. April zum Händler – trotzdem ist die aktuelle Version nach wie vor ein echter Verkaufsschlager. In den ersten drei Monaten des Jahres war er bei den Geländewagen mit jeweils mehr als 5000 Zulassungen unangefochten der Spitzenreiter. Er ist immer noch ein Super-Star unter den SUVs, der Tiguan. Und das quasi seit seinem Erscheinen im Jahre 2007. Der Grund für seinen Erfolg ist schwer auszumachen, denn eine Design-Ikone ist der 4,43 Meter lange Offroader nicht, obwohl er nach dem Facelift vor drei Jahren deutlich an Präsenz gewonnen hat. Es mag das zurückhaltende Erscheinungsbild sein, das ihn – wie die meisten anderen VW-Modelle auch – nie alt aussehen lässt, sondern gereift.

Im Test stand der 177-PS-TDI zur Verfügung, der mit dem Allradantrieb am besten harmoniert. 380 Newtonmeter Drehmoment liefern bärige Kraft schon ab 1750 Touren, schieben gewaltig an beim Sprint auf 100 (8,5 Sekunden) und befähigen ihn zu einer Spitze von 200 km/h. Der Verbrauch nach Norm beträgt 6,0 Liter, im Test waren es dann doch 8,2 Liter – ein Tribut an viele schnelle Autobahnkilometer. Dort auf der Langstrecke beweist sich der geräumige Tiguan (Gepäckraumvolumen zwischen 470 und 1510 Liter) als sehr komfortabel und spursicher, mit feinfühliger Lenkung und standhaften Bremsen. Wer höhere Anforderungen ans Fahrwerk stellt, kann für 1130 Euro die adaptive Fahrwerksregelung DCC ordern. Bei ihr unterscheiden sich die Modi „Standard“ und „Komfort“ zwar kaum – ein Gewinn ist der straffere Sportmodus, bei dem vor allem lästige Wankbewegungen ausgefiltert werden.

Auch abseits der Asphaltpiste bewährt sich der Tiguan meisterlich. Der Haldex-basierte Allradantrieb, der normal 90 Prozent des Antriebsmoments an die Vorderachse schickt, gibt auf schwierigem Untergrund stufenweise Kraft an die Hinterräder ab – das macht den SUV zu einem erstaunlich flotten Kraxler.

Klasse sind die vielen – meist aufpreispflichtigen – elektronischen Heinzelmännchen: Neben einem Spurhalteassistenten und der Müdigkeitserkennung findet sich ein automatischer Parkpilot, der sowohl Längs- als auch Querlücken erkennt und präzise dort einparkt. Sehr zuverlässig arbeitet die kamerabasierte Verkehrszeichenerkennung, die bis zu drei Schilder gleichzeitig anzeigt.

Berechtigte Schluß-Frage: Ist die weiter hohe Attraktivität des Tiguan der Zündstoff für die hervorragenden Verkaufszahlen? Ja und Nein. Es sind auch die Preise, die ihn zum Ende seines Lebens-Zyklus so begehrt machen. Zur Zeit sind Abschläge von 25 Prozent durchaus drin – und wer den „richtigen“ Händler findet, kann sogar noch mehr rausholen. (autour)

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