Kleiner Macho – Jeep Renegade

Wer früher Geländewagen meinte, der sagte einfach Jeep. Ein Synonym für Offroader, ein Markenzeichen, bekannt wie Coca Cola oder Tempo. Geboren wurde Jeep im Jahr 1941, als es darum ging, amerikanischen GI‘s ein Fahrzeug für jeden Zweck (englisch: General Purpose, abgekürzt GP) zu bauen. GP sprechen die Amis „dschiepie“, woraus sich schließlich Jeep entwickelte. Jetzt gibt’s Nachwuchs, den kompakten Renegade.

Er kommt daher wie ein kleiner Macho: maskulin und rustikal, umweht von einem Hauch Abenteuer. Typisch der Grill mit sieben senkrechten Schlitzen. Heckleuchten mit einem zentralen X sollen an den Reservekanister des berühmten Willy‘s-Jeep erinnern. Der jugendlich-freche, oft farbenfrohe Auftritt tolll ist „Omaha-Orange“) definiert denn auch gleich die Zielgruppe: junge unkonventionelle Menschen, die sich auch mal abseits des Mainstreams (sprich Asphalts) bewegen. Und das kann der Renegade ganz hervorragend – Voraussetzung, er ist mit Allradantrieb bestückt. Damit ist er ein Kraxler ohne Gnaden, lässt sich über einen Drehknopf auf Schnee, Sand, Schlamm und beim Top-Modell Trailhawk sogar auf dicke Felsbrocken einschwören. Das clevere Allradsystem verteilt die Antriebskraft optimal zwischen den Achsen, im Extremfall bis zu 100 Prozent an ein einzelnes Rad. Mit Kriechgang, Traktionskontrolle, Bergabfahrhilfe, bis 21 Zentimeter Bodenfreiheit und üppigen Böschungswinkeln besitzt der Renegade (zu deutsch Abtrünniger) in etwa die Klettereigenschaften einer tibetischen Bergziege. Das Allradsystem schaltet sich nur zu, wenn wirklich 4×4-Fähigkeiten gefordert sind. Ansonsten werden nur die Vorderräder angetrieben – das spart Sprit. Der 4,22 Meter lange Fünftürer ist geräumiger als es von außen erscheint, der Kofferraum besitzt ein Volumen von 351 bis 1297 Liter.

Da Jeep zum Fiat/Chrysler-Konzern gehört, ist bei dem Gemeinschaftsprodukt Renegade nicht nur Jeep-Philosophie sondern auch Fiat-Know-How gefragt. Das etabliert sich eher unsichtbar unter der Offroad-Verpackung in Form von Fahrwerks-Komponenten, wie sie auch beim Fiat 500L verwendet werden. Oder im Innenraum, wo etliche Details aus italienischen Modellen zu finden sind. Die Ausstattung übrigens lässt sich je nach Modell (Sport, Limited, Longitude, Trailhawk) von dezent auf todschick aufpeppen und mit diversen Assistenten auf ein hohes technisches Niveau hieven.

Die Preise beginnen bei 19 900 Euro und enden bei 31 900 Euro. Was dazwischen liegt, ist abhängig von den Motoren, die mit einem frontgetriebenen 110 PS starken 1,6-Liter-Benziner starten. In der Preisliste finden sich auch ein 1,4-Liter-Benziner mit 140 PS (Frontantrieb) und eine 170-PS-Version mit Allrad und Neungang-Automatikgetriebe. Dieselmotoren mit 1,6 Litern und zwei Litern Hubraum leisten (frontgetrieben) 120 PS, die Allrad-Versionen besitzen 140 und 170 PS. (autour/khf)

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