Leon X-Perience – der Spanier kann auch Schnee

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Seat wartet sehnsüchtig auf einen Geländewagen (SUV). Alle Konzernbrüder (VW, Audi, Skoda) besitzen einen – nur die Spanier nicht. Aber er kommt: Nächstes Jahr auf Basis des neuen Tiguan. Damit das Warten nicht zu qualvoll ist, macht Seat seinen eleganten Kombi Leon ST geländetauglich, nutzt die Plattform des Golf Variant 4motion und ist nicht weit weg von einem echten SUV. Damit erklimmt der schicke Spanier zwar nicht die Zugspitze – aber Kraxeln kann er damit ganz beachtlich. Und vor allem bietet er jetzt, wo Schnee und Eis uns plagen, eine extra Portion Sicherheit.

Ingenieure sind voll des Lobes: Der Allradantrieb des neuen Leon X-Perience, so sagen sie, ist einer der weltweit modernsten und besten. Die neue Haldex-Kupplung schickt bei normaler Fahrt die Antriebskraft fast ausschließlich an die Vorderräder – das spart Sprit. Biegt der Leon jedoch ins Gelände ab oder trifft auf Eis und Schnee, dann, ganz logisch, „scharrt er nur mit seinen Vorderhufen“. Jetzt tritt die Elektronik in Aktion und schickt in wenigen Millisekunden und stufenlos Kraft an die Hinterräder. Die wühlen nun kräftig mit und schieben den Leon auch aus der dicksten Schneewehe wieder zurück auf festes Terrain. Die Kraftverteilung zwischen hinten und vorn geschieht vollautomatisch, ohne dass der Fahrer auch nur einen Finger rühren müsste.

Wie toll der Leon bergsteigen kann, zeigt er im verschneiten Tirol. Dort kraxelt er die Rodelbahn von Kühtai hinauf zur Graf-Ferdinand-Hütte als wär’s ein Klacks. Kein Rutschen, kein Durchdrehen – fast wie auf Schienen. Die Lenkung ist feinfühlig, die Bremsen packen kräftig zu und bringen den Leon auch auf glatten Straßen dank ABS sicher zum Stehen. Damit sich der Leon bei einem Ausritt ins Gelände den Unterboden nicht demoliert, ist das Fahrwerk etwas höhergelegt. Drei Zentimeter sind es zwar nur, aber das reicht. Wer keinen Allradantrieb braucht, der kann den X-Perience ab April in der Version 1.4 TSI (125 PS) und 1.6 TDi (110 PS) auch als reinen Fronttriebler kaufen.

Die leicht rustikale Optik macht von vornherein klar, dass dieser Leon etwas Besonderes ist. Ohne die zeitlose Eleganz zu stören, haben die Designer dem Kombi eine Beplankung aus schwarzem Kunststoff, eine spezielle Frontschürze sowie einen Unterfahrschutz im Alu-Look verpasst. Auch der Innenraum wurde optisch etwas aufgepeppt und wirkt vor allem mit dem schicken Leder-Alcantara-Gestühl sehr hochwertig.

Drei Diesel mit 110 PS, 150 PS und 184 PS sowie ein Benzinaggregat mit 180 PS halten den Leon X-Perience auf Trab. Wir nehmen uns den stärksten zur Brust und staunen nicht schlecht über seine Durchzugskraft: 380 Nm schieben schon unten raus kräftig an, beschleunigen mit dem weich schaltenden Doppelkupplungsgetriebe (DSG) in 7,1 Sekunden auf 100 und schaffen 224 km/h Spitze. Der Normverbrauch von 4,9 Litern klingt gut – hält aber nicht, was er verspricht. Das Display zeigt genau zwei Liter mehr an – ein ganz schöner Unterschied.

Die Preise starten bei 28 750 Euro für den 1,6 TDI mit 6-Gang-Schaltgetriebe und enden bei 33 060 Euro für das von uns gefahrene Spitzenaggregat. Wer sich schnell entschließt, kommt billiger weg: Bis 31. März gibt’s auf alle Modelle 2000 Euro Rabatt. (autour/khf)

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